Sämtliche Werke 3-4 : Der Idiot by Fyodor Dostoyevsky

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Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881 Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881
German
Ever met someone so genuinely good that they make everyone around them uncomfortable? That's Prince Myshkin, the 'idiot' of Dostoyevsky's title. He's a man of pure, almost naive kindness, returning to the cutthroat world of Russian high society. This book asks the most uncomfortable question: In a world built on money, status, and deception, is true goodness just a form of madness? Watching Myshkin try to navigate love triangles, dark secrets, and brutal social games is like watching a saint walk into a lion's den. It's heartbreaking, fascinating, and will make you look at your own world differently.
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Nebel, zwischen langen, langen Flußufern und weiten, weiten Flächen. Diese Sinnlichkeit kennzeichnet sie. Es ist spürbar die Mystik eines jungen, noch schwer sich bewegenden, noch tief in sich befangenen Volkes, das zu keinem Bewußtsein seiner Gefühle und kaum zu einer Ahnung dieses Bewußtseins gekommen ist. Mit Mystik setzt die Geistesentwicklung eines jeden innerlichen Menschenschlages ein. Mystik ist immer und überall der früheste Versuch des Menschen, sich an das Wesen der Dinge heranzutasten. Mystik ist das Auge, das sich aufschlägt und die Erscheinungen zum ersten Male staunend zu einem Erscheinungsganzen zusammenschaut. Mystik ist das Urdenken der Menschheit, wie Mythe ihre Urkunst ist. Je nachdem, ob die Mystik nun im Verlauf ihrer immer bewußteren Weiterentwicklung zur tiefen Innenethik wird wie im Buddhismus, oder zur hellen Offenbarungsreligion wie im Christentum, oder zu einer großen ästhetischen Philosophie oder philosophischen Ästhetik wie bei den Hellenen, oder zu einer echten Weltanschauung, Kampfgesinnung und Lebensweisheit wie bei den Germanen, unterscheiden sich dann die Völker und ihre Kulturen voneinander. Immer aber ging dieser Aufstieg zur klaren Anteilnahme des Menschen am Geiste der Welt und zur letzten Vergeistigung der Menschen selbst, als dem Höchsten, das wir erreichen können, von der Sinnlichkeit, von jener selben mystischen Sinnlichkeit aus, die heute aus allen Poren des Russentums dringt und Land und Volk wie mit einem dicken, weißen, wallenden, heiligen Nebel umgibt, und die immer so vor dem Geiste, vor Ethik und Religion, vor Philosophie und Metaphysik hergeht, wie eben das Gefühl dem Wissen, die Erfahrung der Erkenntnis, die Ahnung dem Bewußtsein vorhergeht. Mit dem Bewußtsein und seinen Geistessteigerungen sind wir an unserem Ziel angelangt. Mit der Mystik und ihren Ahnungszuständen dagegen, die noch wie trächtig ist von Empfindung, Glaube und Wahn, von Boden, Erde und Menschlichkeit und die den Übergang von dem Dunkel, aus dem wir kommen, zu der Helle, zu der wir hindrängen, noch unmittelbar mit sich schleppt, sind wir dem Ursprünglichen und schließlich auch Ewigen unserer Bild- und Denkvorstellungen näher. In der Mystik werden die großen Wahrheiten, man kann gewiß nicht sagen, am klarsten ausgesprochen, wohl aber am ursprünglichsten geoffenbart. Die Mystik ist gleichsam die große Weltnatur selbst, die sich in uns Menschen, zwar wie von ferne noch, aber dafür in allergewaltigsten Bewegungen, zum ersten Male denkend bewegt und in einem weiten, mächtigen, wenn auch noch verschwommenen Stimmungsungefähr durchbricht. * * * * * Auch die russische Mystik wird in irgendeiner Weise den Weg gehen, den die indische und christliche, die griechische und deutsche bereits gegangen ist. Wohin dieser Weg das Russentum führen wird, welche Taten und Erlöser auf diesem Wege liegen werden, das können wir heute natürlich nicht wissen, wie wir nie etwas Geschichtliches der Zukunft im einzelnen genau vorauswissen können. Nur das Wesen einer Erscheinung, um die es sich handelt, und damit freilich das Wichtigste, können wir frühzeitig erkennen. Und das ist hier die Sinnlichkeit der russischen Mystik, die dichter, körperlicher, man möchte sagen leibhaftiger ist, als die Sinnlichkeit einer jeden anderen Mystik war. Ganz gewiß war die Mystik namentlich der Hellenen und Germanen von Anfang an lichter, seherischer, bereits schärfer unterscheidend, war bei allem In-Eines-Sehen doch schon dualistisch trennend und nicht monistisch auflösend. So viel haftende, lastende, niederziehende Schwere wie auf den Slawen hat auf keiner anderen Rasse oder Nation geruht, und auch auf dem völkerchaotischen Notzustand nicht, in den Christus befreiend trat. Überall hatten schon bestimmte klare Ideen den Menschen eine Bahn aus sich heraus gebrochen. Es war noch ein Zustand der Mystik, in dem sie lebten, aber zugleich war in der Mystik schon der Wille wirksam, sich selbst zu überschreiten. Sogar die Mystik der Inder, die der Mystik der Slawen noch am nächsten steht und...

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The Story

Prince Lev Myshkin arrives in St. Petersburg after years in a Swiss sanatorium. He's kind, trusting, and sees the best in everyone. He quickly gets tangled in the lives of two very different women: the virtuous Aglaya and the tragic, scandal-ridden Nastasya Filippovna. The story follows Myshkin as he's pulled into a whirlwind of high-stakes drama involving a large inheritance, a love triangle that feels more like a war, and a cast of characters who are all hiding something. His innocence acts like a mirror, reflecting the greed, vanity, and hidden pain of everyone he meets.

Why You Should Read It

This isn't just a 19th-century drama. It's a deep, messy, and incredibly human look at what we value. Myshkin isn't simple; his goodness creates chaos. He wants to help, but often makes things worse. The other characters—proud, broken, desperate—are some of the most real you'll ever meet. Dostoyevsky makes you feel their struggles. You'll find yourself asking: Is Myshkin truly holy, or is he just unfit for the real world? The book doesn't give easy answers, and that's what makes it so powerful.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves character-driven stories that ask big questions about life, faith, and society. If you enjoy novels where the psychological battles are just as intense as the plot, this is your next read. Be prepared—it's a commitment, and it's not always a comfortable one, but you'll come away feeling like you've lived a whole other life.



🔖 Free to Use

This publication is available for unrestricted use. Thank you for supporting open literature.

Kenneth Taylor
7 months ago

Comprehensive and well-researched.

Michael Allen
1 year ago

After finishing this book, the arguments are well-supported by credible references. I couldn't put it down.

Christopher Taylor
1 year ago

Based on the summary, I decided to read it and it manages to explain difficult concepts in plain English. This story will stay with me.

Mason Ramirez
11 months ago

After hearing about this author multiple times, the depth of research presented here is truly commendable. One of the best books I've read this year.

Aiden Anderson
3 months ago

A must-have for anyone studying this subject.

4.5
4.5 out of 5 (5 User reviews )

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