Sämtliche Werke 5-6 : Die Dämonen by Fyodor Dostoyevsky

(0 User reviews)   1914
Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881 Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881
German
Okay, I need to tell you about this book. Imagine a group of friends in 19th-century Russia, but instead of cozy chats, they're a powder keg of radical ideas, secret societies, and personal demons. It's called *The Demons* (or *The Possessed*), and it starts with a murder so shocking it rocks their provincial town. Dostoyevsky isn't just telling a story about political conspiracy; he's showing what happens when people chase grand, destructive theories and forget their own humanity. It's a wild, sometimes darkly funny, and always intense ride that feels eerily relevant. If you like stories where the real monster isn't a person, but an idea that's gotten out of control, you have to read this.
Share

Read "Sämtliche Werke 5-6 : Die Dämonen by Fyodor Dostoyevsky" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

deutlich, die in allen russischen Revolutionen irgendwie wiederkehrt. Der religiöse Nihilismus wurde allmählich zum politischen Nihilismus. Als Peter erschien und um weltlicher Reformen willen die Kirche dem Staate unterwarf, da sah man den Antichrist auch in ihm, dem Zaren. Ja, schon wagten die Raskolniki in ihrem Kampfe gegen die Kirche auch den Kampf gegen den Staat. Sie erfuhren Zuzug aus allen Kreisen, die in Reibung mit der Obrigkeit lagen. Im Raskol sammelten sich die Unzufriedenen des Landes. Es kam, wer ein schlechtes Gewissen hatte. Es kam der Beamte, der veruntreut, und der Bauer, der aufbegehrt hatte. Es kam der Soldat, der seiner Truppe entlaufen war. Es kamen Strelitzen, denen dem Blutgerichte von Moskau zu entrinnen gelang. Es kamen kosakische Freibeuter, aber auch ukrainische Patrioten, Leute aus der Anhängerschaft schon des Stenka Rasin und wieder des Mazeppa. Es kamen die Barfüßler. Es kamen Verbrecher. Es kamen Mörder, Räuber und Diebe, sie alle, denen der Kettenweg nach Sibirien drohte. Sie alle kamen und wurden hier Brüder vom Gesindel, doch Brüder in Freiheit. Die Form dieser Brüderschaft war noch nicht die der Verschwörung. Aber die Taktik der Nihilisten kündigte sich schon unter den Sektierern an. Geheime Beziehungen wurden zwischen den Gemeinden unterhalten, wie hernach zwischen den »Gruppen«. Verfolgte wurden verborgen, falsche Pässe wurden ausgefertigt, und wie man später Proklamationen zusteckte, so wurden damals Hostien, Reliquien und verbotene Postillen geschmuggelt. In den geläuterten Brüderschaften der Stundisten, der Molokanen oder der Duchoborzen, deren Anhänger sich um ein ausgeklügeltes Sonderideechen zu sammeln pflegten, wurde dieser religiöse Nihilismus schließlich ganz brav, ehrbar und pietistisch-tugendhaft. Aber auch von ihnen, freilich auch von den Popenfamilien, in denen auf den orthodoxen Vater der problematische Sohn folgte, ging die nihilistische Unterschichtung des russischen Volkes weiter aus. Noch Raskolnikoff, in dessen Hirn statt der harmlosen Beunruhigung, wie man den Namen des Heilandes richtig zu schreiben habe, die gefährliche Frage nach Gut und Böse wühlte, trug von den Raskolniki den Familiennamen und gehörte ihnen nicht nur nach der Abstammung sondern auch in der Anlage an. Der Dämon des Nihilismus war in einer noch mittelalterlichen Zeit wie ein unheimliches Tier gewesen. In der Zeit der Dekabristen sah man ihn in byronischer Gestalt unter jungen Enthusiasten umgehen. Die Dekabristen waren entzückte Jünglinge, die von der französischen Revolution freisinnige Begriffe gelernt und aus den europäischen Feldzügen fortschrittliche Vorstellungen mitgebracht hatten. Von ein paar idealen Forderungen, Aufhebung der Zensur und Öffentlichkeit des Gerichts, erhofften sie eine Besserung der schlechten russischen Welt. Aber sie hatten keine bestimmte politische Idee. Daran scheiterten sie. Die jungen Politiker und radikalen Ideologen der vierziger Jahre dagegen kamen in Debattierklubs zusammen. Alle ernsten Elemente, die suchten, die sich vorwärtstasteten, freilich auch alle, die in die Irre gingen, sammelten sich in diesen Debattierklubs, deren einer unter dem Namen der Petraschewzen deshalb berühmt geworden ist, weil Dostojewski in die Geschichte der Verschwörung verwickelt wurde, die man seinen Mitgliedern anhing. Dostojewski meinte diese Zeit der Unruhe in Rußland, des Übergangs und der Ungewißheit, als er schrieb: »damals gab es unter den jungen Leuten sehr, sehr viele, die von irgend etwas durchdrungen waren, die irgend etwas erwarteten ...« Aber auch die Petraschewzen hatten noch keine bestimmte politische oder soziale Idee. Sie beschäftigten sich nur mit Ideen. Sie lasen die Bücher von Saint-Simon und Proudhon, von Owen und Fourier. Sie bezogen die »Phalanstère«. Doch eine Einheitlichkeit der Tendenz gab es in diesen Debattierklubs nicht. Unter die Einheitlichkeit eines Programms hätte man die Petraschewzen nicht bringen können. Und für eine Einheitlichkeit der Aktion fehlte jede Voraussetzung. In seinem Rechtfertigungsschreiben merkte Dostojewski an: »man kann sagen, daß man dort nicht drei Menschen fand, die in irgendeinem Punkte über ein beliebig...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

Let me set the scene for you. We're in a sleepy Russian province. A circle of intellectuals, led by the charming but hollow Stepan Trofimovich, spends its days debating grand European ideas. Then, his son Pyotr arrives. Pyotr is a cold, manipulative force of nature who sees these philosophical games as fuel for a real revolution. He gathers a band of misfit followers, each wrestling with their own pride, guilt, or madness, and starts pulling strings. The plot spirals from salon gossip into arson, blackmail, and finally, a brutal, senseless murder that shatters the entire community.

Why You Should Read It

This isn't a dry political novel. Dostoyevsky throws you into a room with these people, and my goodness, they are a mess. You have the idealist who's all talk, the wealthy rebel desperate for purpose, and the proud woman caught in a terrible love triangle. Their personal collapses are just as gripping as the conspiracy. Dostoyevsky was warning against the radical movements of his time, but he really gets at a timeless truth: when we treat people as pawns for an ideology, we lose our souls. It's a big, challenging book, but the character moments are so human and so flawed, you can't look away.

Final Verdict

This is for the reader who loves a dense, character-driven psychological drama. Perfect for anyone who finished Crime and Punishment and wanted more, or for those curious about a classic that reads like a tense, prophetic thriller. It demands your attention, but the payoff—that deep, unsettling look into the chaos of the human heart and mind—is absolutely worth it.



🟢 Free to Use

This text is dedicated to the public domain. Use this text in your own projects freely.

There are no reviews for this eBook.

0
0 out of 5 (0 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks