Arabische Nächte : Erzählungen aus Tausend und eine Nacht by Edmund Dulac

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German
Okay, imagine this: you're holding a key to a treasure chest, but the real magic isn't just the jewels inside—it's the voice telling you about them. That's this book. It's not just another copy of the Arabian Nights. This is the famous 'Scheherazade' version, where a clever woman saves her own life by telling one incredible story after another to a vengeful king, night after night. The main question isn't just about genies and flying carpets—it's whether her stories can actually change a heart hardened by betrayal. Will her words be enough to stop the sunrise from being her last? It’s a masterclass in storytelling, about the power of stories themselves.
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der war sehr lang und hatte einen großen Kopf und eine breite Brust. Auf seinem Haupte trug er einen Kasten aus Glas, der war mit vier Schlössern aus Stahl verschlossen. Der Geist setzte sich unter den Baum, auf den die beiden Brüder geklettert waren, nahm den Kasten vom Kopfe und öffnete die Schlösser mit vier Schlüsseln. Er zog aber ein wunderbares Mädchen heraus mit süßem Munde, schönem Busen und einem Gesichte, das dem Vollmond glich. Der Geist betrachtete sie liebevoll und sagte: »O Geliebte meiner Seele! Du schönste und vollkommenste aller Frauen, die ich entführt habe, ehe ein anderer dich kannte! Laß mich in deinem Schoße schlafen.« Er legte den Kopf auf ihre Kniee, streckte sich aus und schnarchte alsbald, daß es klang wie fernes Donnerrollen. Da hob das Mädchen von ungefähr ihr Haupt empor und erblickte Scheherban mit seinem Bruder auf dem Baume. Langsam legte sie den Kopf des Geistes auf die Erde und gab den beiden durch ein Zeichen zu verstehen, sie möchten doch zu ihr herabsteigen. Jene aber antworteten: »Herrin, entschuldige, wenn wir nicht kommen.« Da entgegnete sie: »Wenn ihr nicht herabkommt, so wecke ich den Geist, meinen Gemahl; er soll euch auffressen.« Als sie ihnen abermals freundlich winkte, kletterten die Brüder zu ihr herunter. Dann verlangte sie, daß ihr beide zu Willen sein möchten. Die Brüder aber sagten: »Beim Allmächtigen, verlange das nicht von uns, denn wir fürchten uns vor dem Geiste.« Sie sprach: »Wenn ihr mir nicht zur Seite liegt, so schwöre ich, daß ich den Geist aufwecke, damit er euch töte!« Da taten die Brüder, was sie von ihnen forderte. Sie aber zog einen Beutel aus ihrem Gewande hervor und entnahm ihm achtundneunzig Silberringe und sagte: »Wißt ihr, was diese Ringe bedeuten? Sie stammen von achtundneunzig Männern, die mir willfährig waren. Nun gebt mir auch eure Ringe, damit ich weiß, daß es hundert Männer waren, mit denen ich diesen schrecklichen, häßlichen Geist hintergangen habe. Denn er hat mich in diesen Kasten gesetzt und läßt mich im tiefen Meere wohnen, damit ich nur ihm gehöre und tugendhaft bleibe. Dieses Scheusal weiß nicht, daß der Wille der Frauen sich von niemandem bestimmen läßt!« Als die beiden Brüder dieses hörten, waren sie sehr verwundert und riefen: »Es gibt keinen Schutz, außer bei dem erhabenen Gotte! Deshalb wollen wir bei ihm gegen die List der Frauen Hilfe suchen; denn wahrlich! nichts kommt ihr gleich!« Das Mädchen aber sprach zu ihnen: »Gehet eures Weges!« Als sie nun weiterschritten, sagte Scheherban: »Sieh, lieber Bruder, dieses Abenteuer ist noch seltsamer als unseres, denn hier ist ein Geist, der ein Mädchen in der Hochzeitsnacht raubte und es in einen gläsernen Kasten eingesperrt hat. Er hat sie mit vier Schlössern eingeschlossen und in das tobende Meer versenkt, damit er sie dem Schicksal entreißen könnte, aber sie hat doch hundertmal Verrat geübt. Wahrhaftig, es gibt keine treuen Frauen! Wir wollen getrost in unser Königreich zurückgehen und den festen Entschluß fassen, nie mehr zu heiraten.« Also kehrten sie wieder um und gingen, bis die Nacht hereindämmerte; am dritten Tage aber trafen sie wieder in ihrer Heimat ein, traten unter die Zelte, setzten sich auf den königlichen Thron, und alle Fürsten und Großen des Landes versammelten sich um sie. Der König befahl nun, daß man in die Stadt zurückziehen möge; er aber begab sich in sein Schloß, ließ seinen Wesir kommen und befahl ihm, seine Gemahlin zu töten. Und alsbald brachte der Wesir sie um. Darauf ging der König zu den Sklavinnen und erschlug sie alle mit seinem Schwerte; dann ließ er sich andere kommen und schwur, daß er sich jede Nacht eine andere erwählen wolle...

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Let's get one thing straight: this isn't just a book of fairy tales. It's the ultimate cliffhanger, stretched over a thousand and one nights.

The Story

King Shahryar, heartbroken and furious after his wife's betrayal, decides to marry a new woman every day and have her executed at dawn. To stop this madness, the brilliant Scheherazade volunteers to be his next bride. On their wedding night, she begins a tale so captivating that the king, hooked, lets her live one more day to hear the end. But of course, she cleverly stops at the most exciting part, promising the conclusion 'tomorrow night.' And so it goes. Each night she weaves a new story—Aladdin, Sinbad, Ali Baba—within her own life-or-death story, buying herself one more day, and slowly chipping away at the king's anger.

Why You Should Read It

Forget the Disney versions. These stories are raw, surprising, and often downright weird in the best way. But the real star is Scheherazade. Her courage and quick wit are genuinely inspiring. You're not just reading about magic lamps; you're watching a woman use her imagination as her only weapon to save herself and an entire kingdom. It makes you think about the stories we tell and why they matter so much.

Final Verdict

This is for anyone who loves a good story and wonders where stories even come from. Perfect for fans of folklore, for people who love strong, clever characters, or for anyone who wants to get lost in a world that feels both ancient and thrillingly fresh. It's a classic for a reason, and this edition feels like a direct invitation into Scheherazade's chamber. Just be prepared to say, 'One more story...'



🔖 Copyright Free

There are no legal restrictions on this material. Share knowledge freely with the world.

Patricia King
1 year ago

Finally a version with clear text and no errors.

Betty Harris
9 months ago

Having read this twice, it provides a comprehensive overview perfect for everyone. I couldn't put it down.

Mark White
1 year ago

Beautifully written.

Anthony Wright
1 year ago

Used this for my thesis, incredibly useful.

Betty Moore
9 months ago

This is one of those stories where the narrative structure is incredibly compelling. A valuable addition to my collection.

5
5 out of 5 (6 User reviews )

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