Das rasende Leben: Zwei Novellen by Kasimir Edschmid

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Edschmid, Kasimir, 1890-1966 Edschmid, Kasimir, 1890-1966
German
Hey, have you heard of German Expressionism? It's not just paintings—it's a whole mood, and Kasimir Edschmid's 'Das rasende Leben' (The Raging Life) bottles that lightning. Forget calm and steady; these two novellas are about people who feel everything too much, who chase life at a breakneck speed until they crash. It's about the thrill and terror of living at the edge of your own nerves. If you've ever felt like the world is moving too slow for your heart, or wondered what happens when passion completely overrules reason, this short, intense book might just be your next favorite read.
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an die in überwiegender Mehrheit verwendete Schreibweise angeglichen. Eine Liste vorgenommener Korrekturen befindet sich am Ende des Textes. Die Originalvorlage ist in Fraktur gedruckt; davon abweichende, in Antiqua gedruckte Textstellen sind in der vorliegenden Textdatei _so_ markiert; gesperrt gedruckter Text ist =so= markiert. Die Mumie von Rotterdam. =Novelle= =in zwei Theilen= =von= =Georg Döring.= =Erster Theil.= =Frankfurt= am Main. Gedruckt und verlegt von Johann David Sauerländer. 1829. Seinem verehrten Freunde =Friedrich Mosengeil= =der Verfasser.= Ich habe Dich gefunden Im stillen Friedensthal: Wir waren längst verbunden, Wir wurden's noch einmal. So fügt sich Ring dem Ringe Zur Blumenkette an, Daß sie uns sanft umschlinge Und unsern Lebenskahn. Er zieht den Strom danieder -- Wann ruft der Schiffer: =Land=? Wir reichen uns dann wieder Am Ufer dort die Hand. Die Mumie von Rotterdam. Erster Theil. 1. Am Haven von =Rotterdam= herrschte ein buntes Gewimmel von Geschäftigen und Müßiggängern. Einige von jenen, mit schweren Lasten beladen, schoben langsam aber nachdrücklich diese, die eitle Neugierde oder Langeweile hierher geführt hatte, zur Seite; andere, Papiere in der Hand tragend, Schiffsconsignationen oder Frachtbriefe, drängten sich rasch und lebendig durch die Menge, um die Zeit der Ankerlichtung irgend eines Fahrzeuges nicht zu versäumen. Eben stimmten die Glockenspiele der Stadt ein Liedchen an, das die sechste Abendstunde bezeichnete, als zwei Männer, denen die Meisten der Anwesenden mit allen Beweisen von Hochachtung und Ehrfurcht auswichen, am Ufer der =Maas= erschienen. Es waren die zwei Handelsherrn =Tobias van Vlieten= und =Jan van Daalen=. Beide wurden für die reichsten Leute der Stadt gehalten, beide wußten das und fanden deshalb nicht für nöthig, die zahlreichen, an sie gerichteten Begrüßungen zu erwiedern. Am Starrsten und Unbeweglichsten schritt Herr =Tobias van Vlieten= durch die Raum gebende Menge hin. Seine hagere Gestalt ragte fast um Kopfeshöhe über die Nebenstehenden empor und sein braungelbes Angesicht, mit der scharf hervorstehenden Nase und den großen, todten grauen Augen, bot, unter der umfangreichen, weißgepuderten Perücke, einen abschreckenden Anblick. Er trug einen langen, zimmetfarbenen Tuchrock, der trotz des sehr warmen Abends vom Kopf bis auf die Füße zugeknöpft war. Die Knöpfe aber bestanden aus Doppelducaten und erregten, indem sie im Abendsonnenstrahle weithin glänzten, die Begehrlichkeit manches armen Taglöhners, der hier mit schwerer Arbeit wenige Stüber erwarb. Herr =Tobias= hatte viele Jahre seines Lebens in =Ostindien= zugebracht. Aber diese Zeit war für ihn keine verlorene gewesen. In dem Handel mit feinen Spezereien hatte er Millionen gewonnen und während die ungesunde Luft =Batavia's= seine besten Kräfte aufzehrte und ihn zu einer lebendigen Mumie ausdörrte, vermehrte sich die Zahl seiner Geldsäcke im wohlverwahrten Gewölbe auf das Ansehnlichste, stiegen von Posttag zu Posttag die Summen, die er nach dem Vaterlande übermachte, daß sie dort sicher und gute Zinsen tragend, angelegt würden. Er hatte auch in =Batavia= geliebt und in einem kurzen Ehestande gelebt. Die Liebe überschlich ihn, als er vernahm, daß die bleiche alternde Jungfrau =Cypriana Hoogendöbel=, welche ihm in einer Theegesellschaft gegenüber saß, seit gestern die Erbin von hunderttausend Stück Dukaten geworden sey und ganz allein und verlassen in der Welt stehe, ohne Brüder und Schwestern, ohne Vettern und Basen, die an dem reichen Erbe mitzehren könnten. Es war ihm zu Muthe, als habe er von der berauschenden Wurzel Bang gegessen, da er dieses vernahm. »=Cypriana Hoogendöbel= muß die Meine werden!« gelobte er sich selbst mit heißem Schwure. Er näherte sich; er wurde freundlich angesehen und aufgenommen. Besaß denn =Tobias= nicht auch schon ein Vermögen von mehr als hunderttausend Dukaten? Und hatte denn =Cypriana= seit gestern nicht das Ansehen und die Bedeutung, welche ein solcher Besitz gab, gehörig schätzen und würdigen gelernt? Der Wunsch, sie nach dem Theeschmause in seinem Wagen nach ihrer...

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Kasimir Edschmid was a key voice in German Expressionism, a movement that cranked up emotion and subjective experience to eleven. 'Das rasende Leben' gives us two perfect snapshots of that wild energy.

The Story

The book contains two separate novellas. Both follow protagonists who are consumed by a single, overwhelming drive. In one, a man becomes obsessed with a woman, his passion burning so hot it blots out everything else—his safety, his logic, his peace. In the other, a character is gripped by a different kind of fever, perhaps for an idea or a sensation, pushing their body and mind to absolute extremes. The plots aren't complex mysteries; they're psychological studies of people sprinting toward their own limits.

Why You Should Read It

What grabbed me was the raw, almost physical writing. Edschmid doesn't just tell you a character is excited; he makes you feel the frantic pulse, the dizzying rush. It's less about what happens next and more about the terrifying, beautiful intensity of feeling too much. These stories are a hundred years old, but that central conflict—between the hunger for more life and the cost of that hunger—feels incredibly modern.

Final Verdict

Perfect for readers who love character-driven, psychological fiction and want a taste of a fascinating literary era. It's also great if you prefer shorter, punchy works that leave a big impact. If you're in the mood for a quiet, gentle story, maybe save this for later. But if you want to spend an afternoon in the company of characters who live at full throttle, 'Das rasende Leben' is a stunning, breathless ride.



⚖️ Open Access

This publication is available for unrestricted use. Distribute this work to help spread literacy.

Kevin Lee
1 year ago

Very helpful, thanks.

Paul Moore
1 year ago

I have to admit, it manages to explain difficult concepts in plain English. I would gladly recommend this title.

Melissa White
10 months ago

The fonts used are very comfortable for long reading sessions.

Ashley Brown
7 months ago

If you enjoy this genre, the narrative structure is incredibly compelling. Thanks for sharing this review.

Ethan Flores
1 year ago

To be perfectly clear, the flow of the text seems very fluid. I learned so much from this.

5
5 out of 5 (5 User reviews )

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