Der Tod des Cosimo by Paul Ernst

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Ernst, Paul, 1866-1933 Ernst, Paul, 1866-1933
German
Imagine if the most powerful man in your city died in a locked room with no clear cause. That's the puzzle at the heart of 'Der Tod des Cosimo' by Paul Ernst. It's not just a whodunit; it's a 'how-was-it-even-done?' set against the backdrop of a tense, fictional Italian city-state. The book pulls you in with the mystery of Cosimo's impossible death and then asks the bigger question: in a place built on power and secrets, can the truth ever really come out? If you like historical mysteries that are more about the why than the gory details, this one will hook you.
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Im Original in Antiqua gesetzter Text ist ~so ausgezeichnet~. Weitere Anmerkungen zur Transkription finden sich am Ende des Buches. Der Tod des ~COSIMO~ von Paul Ernst [Illustration: 1913] Viertes bis sechstes Tausend Bei Meyer & Jessen / Berlin Der Tod des Cosimo Es war in den Tagen, da Cosimo de Medici starb, welcher der Vater des Vaterlandes genannt wurde, daß die Bürger von Florenz blindlings dem Willen Savonarolas gehorchten. Wie das alles so gekommen, war keinem recht klar; Savonarola hatte schon lange von der Buße gepredigt und von dem Tage des Gerichtes, und allmählich hatten ihm immer mehr Menschen geglaubt, zuerst die Frauen und endlich auch die Männer. Nun zitterten alle, wenn sie dachten, daß er predigen würde, und wiewohl sie eine heftige Furcht vor seinen Worten hatten, gingen sie doch zu jeder neuen Predigt, um jede neue Last aufzunehmen, die er ihnen aufladen wollte. Auf der Piazza Signoria hatte er einen großen Scheiterhaufen errichtet, zu dem brachte ein jeder, was ihm das Teuerste war, um es zu opfern. Der Scheiterhaufen schwelte, und nur ab und zu kamen kleine Flammen an ihm hochgezüngelt. Der Wind trieb den Rauch nach der Seite des Arno zu. Auf der anderen Seite stand auf einem Stuhl, der ihm als Rednertribüne gedient hatte, Savonarola. Er hatte die Arme vor dem Leib gekreuzt, die Hände in den Ärmeln der weißen Kutte und sah mit seinen scharfen Blicken über die Menschen, die sich lautlos drängten. Auf der Spitze des Scheiterhaufens war ein großes Bild: eine Venus von Botticelli, in breitem, geschnitztem Rahmen; aufrecht war es und wurde zufällig in seiner Lage gehalten durch die regellos übereinandergeworfenen Gegenstände: eingelegte Tischchen, gold- und purpurgewebte Kleider, Fläschchen aus Kristall, Bilder, schönbemalte Kästchen, welche Schmuck enthielten, eine große goldene Kette mit prächtiger Schaumünze, Bücher und, als Gabe eines ganz Armen, ein elendes Bett. So still war die Menge, daß man das Knistern, Knacken und Fauchen des Feuers hörte. Zuweilen teilte sie sich leise, und ein Mensch trat vor, der etwas zu dem Haufen warf. So trat ein vornehmes Weib vor, das in der Reife ihrer Schönheit stand mit etwa fünfunddreißig Jahren, mit stolzem Nacken und festem Gang. Sie löste sich eine Perlenkette vom Hals, küßte sie noch einmal und legte sie zu den Opfergaben. Ein Jüngling wendete sein Gesicht ab und weinte, der erste Flaum färbte ihm die Wangen dunkler. Eine spitze Flamme kam plötzlich aus der Mitte des Scheiterhaufens weit heraus, einiges geriet ins Gleiten, das Venusbild schwankte und schlug dann um, gerade auf die Flamme. Ein Mann seufzte tief auf, es war Botticelli selbst. Cosimos Sterbebett stand in dem großen Saal, dessen drei rundbogige Fenster auf den Platz hinausgingen, denn er hatte Beklemmungen des Herzens und mußte einen großen Raum um sich empfinden. Unheimlich drang Unverständliches von unten zu ihm und machte ihn unruhig; denn er hatte Savonarola geschont, um ihn gegen den Papst zu verwenden, aber fürchtete immer, daß er einen Aufruhr entfachen werde. So erhob er sich langsam vom Bett, ließ sich die Schuhe vom Diener anziehen und schlich an das Fenster. Schon begannen ihm die Augen zu versagen, und mehr der Verstand zeigte ihm, was unten geschah, als der Blick. Das fiel ihm auf, und wie zahnlose alte Leute tun, murmelte er etwas; es war darüber, daß das Innere länger lebte als das Äußere. Der alte Diener mußte ihm um die Hüften greifen, und er selbst legte seinen Arm über des Dieners Nacken. So schleppte er sich schlürfend zu einem Schrank. Schwerfällig zog er ein Schlüsselbund aus der Tasche und prüfte mit den Fingern, bis er den richtigen Schlüssel gefunden hatte, dann ließ er sich vom...

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The Story

Cosimo is the absolute ruler of a small Italian state. He's feared, respected, and holds all the power. One morning, he's found dead in his private chambers. The door was locked from the inside. There's no weapon, no sign of a struggle, and no obvious cause of death. The city is thrown into chaos. An investigator is brought in to untangle the web of courtly intrigue, personal vendettas, and political schemes. Everyone had a reason to want Cosimo gone, but how could anyone have pulled it off?

Why You Should Read It

Forget fancy detective work; this is a story about pressure and atmosphere. Ernst builds a claustrophobic world where every glance and whispered conversation matters. The mystery is clever, but the real strength is watching how different characters react when the foundation of their world suddenly crumbles. You see ambition, fear, and hidden loyalties rise to the surface. It's a sharp look at how power works and what happens when it vanishes in an instant.

Final Verdict

This book is perfect for readers who enjoy classic, puzzle-box mysteries and rich historical settings. If you like stories where the setting is a character itself and the solution is satisfyingly logical, you'll have a great time. It's a smart, compact novel that proves you don't need action on every page to create real suspense.



🟢 License Information

This historical work is free of copyright protections. It serves as a testament to our shared literary heritage.

Lucas Harris
1 year ago

To be perfectly clear, the pacing is just right, keeping you engaged. I couldn't put it down.

James Lopez
1 week ago

Honestly, the flow of the text seems very fluid. Definitely a 5-star read.

Kenneth Rodriguez
5 months ago

This is one of those stories where the clarity of the writing makes this accessible. I will read more from this author.

Edward Miller
1 year ago

As someone who reads a lot, the flow of the text seems very fluid. Exceeded all my expectations.

Karen Gonzalez
6 months ago

I didn't expect much, but the narrative structure is incredibly compelling. I will read more from this author.

5
5 out of 5 (5 User reviews )

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