Tubutsch by Albert Ehrenstein

(6 User reviews)   2964
Ehrenstein, Albert, 1886-1950 Ehrenstein, Albert, 1886-1950
German
Ever had one of those days where everything feels just slightly off? Where you're going through the motions but nothing quite connects? That's the entire world of Tubutsch, our main character. He's a man who feels like a ghost in his own life, watching the world from a distance he can't seem to cross. This isn't a book about big events or dramatic twists. It's about the quiet, unsettling feeling of being out of step with everyone and everything around you. It's surprisingly funny in its bleakness, and weirdly comforting if you've ever felt like you're just observing life instead of living it.
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fast italienische Sonne glühte über Tirol das Gebirge zu Metall. An diesem Tag zog D'Annunzio mit seinen Freischaren nach Fiume, heut empfängt er den russischen Volksbeauftragten Tschitscherin. Was ich an dem blitzkurzen Tag Ihnen damals sagte, steht in der »Doppelköpfigen Nymphe«. Was macht es, solange meine Landsleute sich mit seinem Ja und Nein nicht lernend auseinandersetzen? Habe ich recht behalten oder nicht? Wie hat in der Zwischenzeit das Karussell der Zeit sich umgedreht! Finden Sie Boden in diesem Mosaik, das mit Pferden und Menschen und Schreien um die eigne Achse sich ohne Pause dreht? Damals schoß man in Haufen auf den Straßen um Weltanschauungen. Heute doziert in Offenburg, während die Witwe geladen ist, der Staatsanwalt an Erzbergers präpariertem Schädel den Bauern-Geschworenen mit dem Bleistift die Einschußrichtungen seiner Mörder. In den Festungen sitzen nach dem Proletarischen hin ausgeschwärmte Dichter. Feldherren des Kaisers nehmen Paraden ab über die Truppen der Republik. Auf dem Rhein flitzen belgische Kanonenboote, auf keinem der Dampfer zwischen Mainz und Bingen sehen Sie die Farbe Schwarz-Rot-Gold. Die Bäder der deutschen Ostsee-Küste sind zwischen den Strandkorbburgen millionenhaft mit den Fahnen des Kaiserreichs beflaggt. Der erste deutsche Botschafter in Amerika übergibt seine Beglaubigung im Namen von »The German Empire«, und man antwortet ihm in Washington, er meine wohl seine Republik. In Bayern ist in Sturmtrupps die Bauernschaft blockiert: vivat Rupertus Rex. Der Reichspräsident, der München besucht, erhält feierlich am Bahnhof unter Gepfiff eine rote Badehose gereicht. Sie interessieren sich nicht für Politik? Ich auch nicht. Es ist unsere Zeit aber Mijnheer. Das ist der Boden, den wir treten, das sind die Wolken, unter denen wir atmen. Wo schieben sich ähnlich knisternd Begriffe und Revolten und erlauchte Traditionen durcheinander! Zwei Stunden nördlich übers Gebirge, in Baden-Baden, endigte früher die bevorzugte Schnellzugslinie von Paris. Hier fuhr als Dauphin Eduard der Siebente in Hemdsärmeln vierspännig den Blumenkorso über die Lichtenthaler Allee, führte Prinz Hamilton am blauen Band ein Schwein als Wette durch den Kurgarten, sauste der britische Hoftroß mit Bettlaken nachts in Droschken zum alten Schloß, Gespenster für harmlose Passanten zu spielen. Die Fürstin Gagarin telegraphierte aus Syrakus an ihr Palais Stourdza, um ihre Ankunft zu melden: »Préparez trois cotelettes pour les chiens«, hier wurde den Gazellen des siamesischen Sultans jeden Morgen in einem Springbrunnen ein Bad fin champagne gerüstet, wurde dem jungen Portugiesenprätendenten eine Straße gebaut, um zwei Gärten zu vereinen. Hier, wo Liane von Pouchi tanzend ihre Triumphe feierte, beginnt einige Jahre nach Krieg und Revolte unbedrückt vor Angst, daß niedere Klassen mit Schüssen und Raub darauf antworten, unter jahrhundertalten Bäumen das Leben wieder feierlich und reich zu spielen. Die bengalischen Feuer schmeicheln dem sanften Anfang der dunklen Höhen, und unter den Schatten der Bosketts gleiten die Lampions mit den wohligen Seufzern der Menschen zusammen zum immer festlich bereiten Nachthimmel. Die Blüte aller Bäume von Flieder bis Magnolien und von den feierlichen Kastanien bis zu den wilden Rosen und Geisblatthecken wird dieses Jahr zusammenfallen, und die von den Fontänen besprühten siebenfarbenen Rhododendronbüsche werden vor der Spiegelfassade des Hotel Stefanie mit unbekannter unterdrückter Leidenschaft blühen. Ein Geschlecht von wenigen bevorzugten und finanzierten Deutschen, aber Hollands und Amerikas Kleinbürgerschaft wird die wundervolle Burg des großen Lebens in Besitz nehmen, indem es sich das Vorrecht der früheren Jahrhunderte mit einem Geld, das mit Hundertzwanzig bis Zweitausend usw. die Mark kauft, sichert. Guizots Rat: »Enrichissez-vous!« hat nach jeder Revolte und jedem endlosen Krieg sein Publikum verstanden, eine neue Schicht, die nach Leben und Wirkung mit allen Zähnen bleckt, ist aus der Tiefe aufgehoben worden und hat von der Oberfläche die seitherigen Gebieter ablaufen lassen. Aber Gambettas Beispiel, der die Subskriptionsbälle für die neue Gesellschaft seines...

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I just finished a book that's been sitting on my shelf for ages, and it left me with this strange, quiet feeling I can't shake. It's called Tubutsch by Albert Ehrenstein, and it's not like anything I've read recently.

The Story

We follow a man named Tubutsch. He doesn't have a grand quest or a mystery to solve. Instead, the book is a series of his observations and small, failed attempts to connect with the world. He walks through the city, goes to cafes, tries to talk to people, but it's like there's an invisible wall between him and everyone else. His thoughts are sharp and often darkly funny, but his actions are clumsy and disconnected. The plot isn't about what happens to him, but about what happens inside him as he navigates a life that feels utterly meaningless.

Why You Should Read It

This book is a masterclass in writing about loneliness and alienation without being depressing. Ehrenstein doesn't ask you to feel sorry for Tubutsch. Instead, he lets you see the world through his detached, slightly absurd eyes. There's a humor here, born from the gap between how serious life seems and how pointless it can feel. Reading it is like listening to a very smart, very sad friend tell you about their week. You recognize the feelings, even if you've never been that far removed yourself.

Final Verdict

This isn't a book for someone looking for a fast-paced plot. It's perfect for readers who love character studies, existential musings, and early 20th-century European literature. If you enjoy authors like Kafka or Robert Walser—writers who capture the weirdness of simply being a person—you'll find a kindred spirit in Tubutsch. It's a short, haunting, and brilliantly odd little book.



🔖 Open Access

This digital edition is based on a public domain text. Thank you for supporting open literature.

Elijah Lopez
4 months ago

If you enjoy this genre, the arguments are well-supported by credible references. Exceeded all my expectations.

Noah Williams
1 year ago

I stumbled upon this title and the plot twists are genuinely surprising. Thanks for sharing this review.

Amanda Hernandez
11 months ago

High quality edition, very readable.

Thomas Wilson
3 months ago

I didn't expect much, but the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Thanks for sharing this review.

Richard Torres
6 months ago

Wow.

5
5 out of 5 (6 User reviews )

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