Bilder aus den Südvogesen by Kasimir Edschmid

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Edschmid, Kasimir, 1890-1966 Edschmid, Kasimir, 1890-1966
German
Hey, I just finished this little gem called 'Bilder aus den Südvogesen' (Pictures from the Southern Vosges) by Kasimir Edschmid. It’s not your typical travel book. Forget dry descriptions of landmarks. Edschmid, writing in the early 20th century, takes you on a walk through this quiet mountain region between France and Germany. But here’s the thing: it feels less like a guidebook and more like a series of quiet, intense moments. He’s wrestling with the very soul of a place caught between two cultures, trying to capture its spirit before modernity sweeps it all away. It’s a beautiful, slightly melancholic snapshot of a world in transition.
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das Gesträhne des Fichtenmeers hinauf steigt das riesige Gejohl des Winds. Plötzlich mit überanstrengtem Gebrüll reißt der Sturm die eine Seite, frei von Nebeln, nackt auf und die Flanke des gegenüberliegenden Ufers steht steil mit ausgemeißelten und nordisch kühnen, angestrafften Linien da im leis rauchenden Wasser. Dann wirren Nebel darüber, Wolkenballen sausen brodelnd hinein und in maßlosem Aufruhr tobt die weiche Masse des Dunstes im Griff des Winds. Über den Kamm saust der Sturm, pflückt die Worte vom Mund, rast, zischt und heult wie eine Sirene. Nimmt Nebelmassen, knetet sie zusammen, wirft sie in die Luft auf wie Fontänenstrahlen, knattert in einem endlosen Zug sie über den Kamm und klatscht sie gleich Fahnen gegen den Rand der aufsteigenden Kieferwälder, die knirschen und rauchen. Wolken fliegen wie Ballen über die Haide und schnüren die Ferne zu. Tau perlt im Gestrüpp und als zwei Hunde mit erschütterndem Gekläff hinter einem Hasen jagend Kreise über die Haide ziehen, bricht die Sonne das erste tiefblaue Loch in die Revolte. Und nun strömt der Rauch aus den Schluchten, überall steigen aus den Altaren der Forste weiße Dampfschwaden in die ausgebreitete Wärme und Täler tauchen heraus, die schroff sind mit den Kanten der Felsen, den Kanzeln aus Granit und rotbrauner Haide. Doch alles ist noch ohne Jahreszeit, ist so später Herbst wie es aufkommender Sommer sein könnte, ist anonyme Jahreszeit, Zeitlosigkeit im Sturm, sind Felsen, die sich beruhigen im Ansturm der Winde, Forste, die in der Sonne liegen und denen Herbst kein Blatt verfärbt und Frühling nichts bedeutet, sondern nur dieses: Sturm! Und überall strahlend in den aufgewölbten Mittag brechen die Teiche auf und die Weiher, die tiefeingebettet in den Höhlen liegen, auf denen, leicht bewegt, die Sonne nun verzittert wie ein engmaschiges, tiefrotes Netz, oder die glasig geschliffen hochstarren gleich Jade und gedunkeltem Malachit. Gegen die Dämmerung rast der Sturm noch einmal über den Kamm und bricht mit Nebeln ein in die Wälder des Wurzelstein, in dem die Hexen nisten. Aber der Abend wird klar und verläuft bräunlich und wie Zinnober über dem See von Retournemer. Dort steht ein Forsthaus. Vor einem halbdutzend Jahren waren wir hier, Siebenzehnjährige, und die Douaniers waren hinter uns. Aber wir vertrauten uns dem Chemin des Dames und es war ein guter Weg mit seinen Serpentinen und in einer Dachluke des Forsthauses, zwischen Gebälk und im Mond, spielten wir Karten die Nacht . . . Spät abends in einem ziellosen Geblitz von Sternen brachen kreisende Lichter aus dem Berg und Kegel roten Lichts stachen in die Landschaft. Die Feuer brannten eine halbe Stunde und erregten den Wald und dann fuhr mit Fahnen und Geschrei ein Autobus an dem aufglühenden See vorüber. 2. Nicht daß es ein Bad ist, Gérardmer, auch nicht daß es schön ist und köstlich und an einem See voll Zartheit liegt, will all dies bedeuten: Daß es Französisch ist, gibt ihm die Lässigkeit und die Linie und läßt alles begreifen und bleibt die Mitte und das Verstehenkönnen auch der Wege, die zu ihm führen und derer, die weiterziehn. So die lange Reihe der Seee, die von Retournemer herüber bis an es heran reichen, deren Ufer weiß sind von Reif und in deren zarten Oberflächen die Röte schwimmt vom Dach eines geziegelten Hauses und die pastellhafte Kurve des gesänftigten Höhenzugs mit dem aufflammenden Gelb der Birken. Und den bleichen Mond und die Kaskaden und den Saut des Cuves und den dunklen Farrn bei den Fichten, wie den milden Aufstieg zu den Höhen mit Kühen und den Matten nach den Gipfeln, auf denen überall mit breitausgeholten Formen helle Landhäuser liegen wie große Aeroplane, die in das Köstliche dieser Ebene...

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Kasimir Edschmid's Bilder aus den Südvogesen is a quiet book about a quiet place. Published in the 1920s, it's a collection of literary sketches from his travels through the Southern Vosges mountains.

The Story

There isn't a traditional plot. Instead, Edschmid acts as your guide, leading you from village to village, forest to meadow. He introduces you to the landscape—the fog clinging to the hills, the quality of the light—and to the people who live there: farmers, innkeepers, local characters. He listens to their stories and observes their way of life, which feels both timeless and fragile. The 'conflict' is subtle; it's the tension between the ancient rhythms of this borderland and the creeping changes of the new century.

Why You Should Read It

I loved this for its atmosphere. Edschmid has a painter's eye for detail. You can almost smell the damp earth and hear the cowbells. It’s a masterclass in observation. He doesn't just describe a scene; he tries to feel its history and mood. Reading it feels like taking a deep, calming breath. It pulls you completely into its world, making you notice the small things—the texture of stone, the sound of a dialect, the weight of history in a quiet lane.

Final Verdict

Perfect for readers who love slow travel, nature writing, or beautifully crafted prose. If you enjoy books that create a strong sense of place and don't need a fast-paced plot, you'll find this deeply rewarding. It’s a short, contemplative escape to a different time and a hauntingly beautiful corner of Europe.



ℹ️ License Information

This historical work is free of copyright protections. Distribute this work to help spread literacy.

Daniel Gonzalez
1 year ago

Great read!

Joseph Harris
4 months ago

Clear and concise.

Liam Sanchez
1 year ago

A bit long but worth it.

Amanda Martin
9 months ago

Solid story.

Emma Rodriguez
1 year ago

Honestly, it challenges the reader's perspective in an intellectual way. This story will stay with me.

4.5
4.5 out of 5 (5 User reviews )

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