Die Reise zum Mars by Hans Dominik

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Dominik, Hans, 1872-1945 Dominik, Hans, 1872-1945
German
Hey, have you ever wondered what people in 1908 thought a trip to Mars would be like? This book is a time capsule of imagination. It's not just about rockets and aliens – it's a full-blown adventure with a secret mission, a crew that might not get along, and the terrifying unknowns of space. Think of it as Jules Verne's wilder German cousin, written when airplanes were still new. The science is charmingly wrong, but the sense of wonder is absolutely real. If you love seeing where our sci-fi dreams started, this forgotten gem is a must-read.
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Bannkreis der Erde zu entrinnen, den Weg zu jenem Planeten zu finden. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts hatte ein australischer Milliardär, wohl durch eine phantastische Schrift Jules Vernes angeregt, den Versuch unternommen, aus einem Riesengeschütz ein gewaltiges Geschoß zum Mars zu senden. Der Versuch war schmählich mißlungen. Noch bevor das Geschoß die Atmosphäre der Erde selber passiert hatte, war es durch die unendliche Reibung zerschmolzen und zu Dampf zerspritzt. Es hatte sich gezeigt, daß bei solchen Geschwindigkeiten die Luft wie ein starrer Störper wirkt. Ähnlich geht es ja bei sehr viel geringeren Geschwindigkeiten bereits mit dem Wasser. Wasser aus der Pistole geschossen wirkt fast schlimmer als Eisen und Blei. Bei der Riesengeschwindigkeit, welche das australische Geschoß beim Verlassen des Rohrmundes hatte, wirkte die Luft ebenso wie das Wasser, welches aus der Pistole kommt. Das Geschoß war, wie gesagt, beinahe im Augenblick verpufft. Der Versuch, ein Projektil auf den Mars zu feuern, mußte als gänzlich undurchführbar fallen gelassen werden. Auf gewaltige Strahlungen mit elektrischen Wellen, die man in den Weltraum gesandt hatte, war nie eine Antwort gekommen. Man durfte daher annehmen, daß der Mars selbst unbewohnt sei oder doch zum wenigsten nicht von hochzivilisierten Menschen bewohnt, bei denen man elektrische Wellentelegraphen selbstverständlich voraussetzen mußte. Der berühmte Pariser Marspreis, der im Jahre 1894 für die erste zuverlässige Kommunikation zwischen Erde und Mars gestiftet wurde, war daher noch unbehoben. Sein Wert von hunderttausend Mark hatte zweihundertzwanzig Jahre auf Zins und Zinseszins gestanden, und man weiß ja, wie sich solche Summen im Laufe der Jahre vermehren. Ein Kapital zu etwa sieben Prozent auf Zins und Zinseszins angelegt verdoppelt sich in zehn Jahren, dies Kapital hatte demnach Gelegenheit gehabt, sich zweiundzwanzigmal zu verdoppeln. So war jener Marspreis auf die fabelhafte Höhe von nahezu zweihundertzehn Milliarden Franken angewachsen und drohte ins Ungemessene zu steigen, wenn nicht in absehbarer Zeit die Kommunikation zwischen beiden Planeten irgendwie hergestellt werden konnte. Hervorragende Volkswirtschaftler rechneten bereits heraus, daß in weiteren hundert Jahren annähernd das gesamte Nationalvermögen der Menschheit im Dienste des Marspreises stehen würde und schrieben lange Abhandlungen über das Für und Wider einer solchen Entwicklung. So standen die Dinge im Jahre 2108. II. Es war an einem Januartage des Jahres 2109. Im Verwaltungsgebäude des Marspreises zu Paris saß der erste Direktor des Kuratoriums in seinem Arbeitszimmer. Die Arbeiten dieses Kuratoriums hatten im Laufe der vergangenen zweihundert Jahre auch manche Wandlung erfahren. Während der ersten hundert Jahre seines Bestehens war der Preis häufig von Leuten beansprucht worden, die allerlei mehr oder weniger unbrauchbare Projekte zur Erschließung des Marses vorbrachten. Gemäß den Statuten durfte der Preis jedoch nur verteilt werden, wenn die Verbindung wirklich hergestellt war, und so waren alle diese Projektenmacher abgeblitzt. Damals hatte das Kuratorium hauptsächlich solche Ablehnungsbriefe zu schreiben, während das Geld des Preises selbst in sicheren Staatspapieren angelegt war. In den folgenden hundert Jahren hatte sich das Bild geändert. Projektenmacher kamen kaum noch, weil sie ein für allemal wußten, daß ihre Bestrebungen aussichtslos waren. Dafür aber war das Kuratorium immer kaufmännischer geworden, denn ein Vermögen, welches in die Milliarden geht, kann man nicht mehr einfach in mündelsicheren Papieren festlegen, sondern muß es durch Handelsherren in größtem Stile verwalten lassen. So saß denn auch jetzt Monsieur Charles Durand, der Vorsitzende des Kuratoriums, in seinem Bureau und überdachte soeben eine Hundertmillionenbeteiligung der Marsstiftung an einer chemischen Eiweißfabrik in Tiflis, als der Diener ihm einen Besucher meldete. Alfred Müller, Doctor rerum phys. et. chem., las Monsieur Durand auf der Karte und hatte nicht übel Lust, den Besucher abzuweisen. Mißmutig wollte er die Visitenkarte des Fremden auf den Tisch werfen. Dieser Versuch gelang ihm indessen nicht. Freilich flog die...

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Published in 1908, Die Reise zum Mars is a blast from the past—literally. It follows a German inventor, Professor Wallau, who builds a spaceship called the Sirius. He's not just going for a joyride; he's on a rescue mission to find a lost expedition that vanished years earlier. With a hand-picked crew of scientists and engineers, they blast off, facing everything from mechanical failures and dwindling oxygen to the sheer psychological weight of leaving Earth behind.

The Story

The plot is a straightforward race against time and space. Once they reach the Red Planet, the adventure really kicks off. They discover a harsh, dying world with strange landscapes and remnants of an ancient civilization. The search for the missing explorers turns into a fight for their own survival, forcing them to rely on their wits and teamwork in a completely alien environment.

Why You Should Read It

Reading this is like sitting with your clever, slightly eccentric great-grandfather as he dreams up the future. Dominik's vision of space travel is a fascinating mix of brilliant guesses (like the need for sealed cabins) and hilarious misses. The charm isn't in technical accuracy, but in the raw enthusiasm and problem-solving spirit. The characters are men of action and intellect, and their camaraderie under pressure is genuinely engaging.

Final Verdict

This book is perfect for classic sci-fi fans and anyone curious about the history of the genre. It's not a complex character study; it's a pulpy, optimistic adventure from an era that looked at the stars and thought, "Why not?" If you enjoy the foundational works of H.G. Wells or early 20th-century optimism, you'll find Die Reise zum Mars to be a delightful and historically significant journey.



🔖 No Rights Reserved

This historical work is free of copyright protections. It is now common property for all to enjoy.

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