J. W. v. Goethe's Biographie by Heinrich Döring

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Döring, Heinrich, 1789-1862 Döring, Heinrich, 1789-1862
German
Okay, so you think you know Goethe – the literary giant, the author of 'Faust.' But what about the man behind the myth? Heinrich Döring's biography from 1828 pulls back the curtain on the real Johann Wolfgang von Goethe, not just as a writer, but as a government official, scientist, and a person with messy, complicated relationships. It’s the story of how a regular guy became a legend, written by someone who actually knew him. If you’ve ever wondered about the life that fueled all those famous works, this is your backstage pass.
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Extrafache, noch eine Mark; fehlten achtzehn Mark und dreißig Pfennige. Ein erheiterndes Rechenexempel! „Deine treue Fritzi“, las er noch einmal und dachte betrübt: Das liebe Kind! sie hat auf mich gewartet, um mir ihre Verlegenheit zu klagen! sie hat endlich eingesehen, daß ich nicht gekommen war, und ist traurig allein nach Hause gegangen, während ich Barbar an diesem Tischchen saß, um mein Stück zu beenden! Das gute, ahnungslose Kind: mein Stück, so denkt sie in ihrem herzigen Vertrauen, wird uns beide sofort, da es kaum fertig ist, mit Reichtümern überschütten! Eberhard griff halb schüchtern, halb stolz nach dem dicken Schreibbuche in schwarzem Wachstucheinband und betrachtete es mit der lächelnden, freudenvollen Befangenheit des jungen Autors, der ein Erstlingswerk vollendet und viel fröhliche Pläne und hochfliegende Hoffnungen, viel jugendliche Zaghaftigkeit, viel Jünglingssehnsucht und Träume von Ruhm und Glück in die sorgsam beschriebenen Linien eingeschlossen hat. Er schlug das Manuskript auf und lächelte mit seinem frischen, gesunden und naiven Lächeln wohlgefällig den Titel an, welcher also lautete: Ein Kind der Straße. Volksschauspiel in vier Akten von Eberhard Freidank. Das „Kind der Straße“ hatte auch schon eine kleine Tragödie hinter sich, die Tragödie der Ungedruckten und Unaufgeführten, die kein Mensch bedauert. Als es in Eberhard Freidanks Kopfe geboren wurde, stand es schon in seinen Umrissen fix und fertig da, und es sollte ein feines, nachdenkliches Drama voller Geist und Psychologie werden. So wollte es der junge Freidank. Als aber das Manuskript fertig vor ihm lag, glich es dann doch nicht der Lichtgestalt seiner Träume; die Glut seiner Gedanken war auf dem weißen, empfindungslosen Schreibpapier verblaßt, und die Worte standen so steif und leblos da. Immerhin sandte er sein Werk voll Zweifel und Hoffen an die Intendantur der königlichen Schauspiele. Nach einer langen Zeit, während deren er sich vergeblich einzureden versuchte, daß ihn das Schicksal seines Manuskriptes nicht im geringsten interessiere, bekam er es zurück. Da hatte er es umgearbeitet, hatte moderne, übermoderne Züge hineinverwebt und es einem intelligenten Theaterdirektor eingereicht, der gern Talente entdeckte. Nach vierzehn Tagen ließ der Direktor den Mann kommen, dessen unbrauchbare Arbeit den gewissen, ahnungsvollen Bühneninstinkt verriet. Als Eberhard das Bureau betrat, sah ihn der Bühnengewaltige von oben bis unten an und lachte dann hell auf: „So sehen Sie aus? So kerngesund, so unwahrscheinlich gesund, ein rotbäckiger Germane, direkt Athlet, und schreiben diffizile, pathologische Stücke? -- Junger Dichter, wenn Sie den Rat eines alten Praktikers nicht übel nehmen, so lassen Sie sich sagen: Besinnen Sie sich erst auf sich selbst, auf Ihre eigne Kraft, und dann schreiben Sie ein neues Stück und bringen es mir.“ -- Da hatte der junge Mann pikante Verwickelungen hineingebracht und es einem Theater eingereicht, welches französische Ehebruchsdramen aufführte. Aber der biedere, fröhliche, von Herzensgrund reine und gesunde Jüngling hatte keine Pikanterie schaffen können, und wieder kehrte das Stück zu ihm zurück. Nun zürnte Eberhard sich selbst, wollte niemals wieder schreiben und tat sich selber leid, daß er in langen Winternächten mühsam die schwarzen Buchstaben aneinander gereiht hatte, anstatt sich von des Tages Arbeit auszuschlafen; denn er hatte einen Tag wie den andern am Morgen Kollegs gehört und nachmittags Privatstunden gegeben, um seine bescheidenen Einkünfte zu vermehren. Die Enttäuschung bewirkte nun, daß er die ganze Arbeit, das Studieren und Schreiben, aus tiefster Seele haßte. Zehnmal des Tages reckte er seine langen, starken Glieder, deren Kraft zu nichts gebraucht wurde, sehnte sich, schwere Arbeit zu verrichten, und wenn er einen Steinträger unter seiner Bürde keuchen sah, hätte er ihm am liebsten die Last abgenommen. Um jene Zeit ging er wieder zum Turnen und Fechten, machte weite Spaziergänge und ging oftmals zu Fuß nach Potsdam, statt in das...

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Heinrich Döring’s biography isn’t your typical dry, chronological list of facts. Published during Goethe’s own lifetime, it’s more like a guided tour through the life of a living legend, led by a contemporary who had access to the man and his circle.

The Story

Döring walks us through Goethe’s journey from a privileged but restless youth in Frankfurt to his explosive literary fame with 'The Sorrows of Young Werther.' We see him not just as a poet, but as a practical statesman in Weimar, a keen observer of nature who studied plants and optics, and a friend (and sometimes rival) to other great minds like Schiller. The book covers his famous travels to Italy, his complex relationship with Charlotte von Stein, and the steady, prolific output of his later years. It’s the making of a cultural icon, from the ground up.

Why You Should Read It

What makes this special is its perspective. Reading Döring feels like getting the inside scoop. Because he was writing for an audience that knew Goethe was still alive and working, there’s an immediacy and a focus on Goethe’s character and daily impact, not just his finished masterpieces. You get a sense of the man’s energy, his wide-ranging curiosity, and how all his experiences – love, politics, science – fed directly into his writing. It shows that genius isn’t a bolt from the blue; it’s built from a life fully lived.

Final Verdict

This is a perfect pick for readers who loved Goethe’s works like 'Faust' or 'Werther' and want to meet the mind that created them. It’s also great for anyone interested in the Romantic era, as it places Goethe squarely in the middle of that cultural whirlwind. Be warned, it’s an older biography, so it has a more formal, admiring tone than modern ones. But that’s also its charm – it’s a primary source, a snapshot of how one of the world’s greatest writers was seen by the people who knew him best.



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Mason Wright
9 months ago

Used this for my thesis, incredibly useful.

Mary Robinson
11 months ago

I came across this while browsing and the emotional weight of the story is balanced perfectly. One of the best books I've read this year.

4
4 out of 5 (2 User reviews )

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