Die Judenbuche by Annette von Droste-Hülshoff

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Droste-Hülshoff, Annette von, 1797-1848 Droste-Hülshoff, Annette von, 1797-1848
German
Ever read a book that stays with you like a shadow? That's 'Die Judenbuche.' It's not your typical whodunit. Set in a small German village, it follows Friedrich Mergel, a boy haunted by his father's violent death. When a Jewish moneylender is found murdered, suspicion falls on Friedrich. The village buzzes with gossip, and a beech tree is carved with a mysterious Hebrew inscription. Years later, a man returns claiming to be Friedrich. Is he? What really happened under that tree? This short novel is a masterclass in atmosphere, leaving you to untangle the threads of guilt, prejudice, and fate. It's dark, haunting, and utterly unforgettable.
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Textdatei _so_ markiert; gesperrt gedruckter Text ist =so= markiert. 11.-25. Tausend Annette von Droste-Hülshoff Die Judenbuche Mit 37 Zeichnungen von Max Unold [Illustration] Im Insel-Verlag zu Leipzig Druck der Spamerschen Buchdruckerei in Leipzig [Illustration] Wo ist die Hand so zart, daß ohne Irren Sie sondern mag beschränkten Hirnes Wirren, So fest, daß ohne Zittern sie den Stein Mag schleudern auf ein arm verkümmert Sein? Wer wagt es, eitlen Blutes Drang zu messen, Zu wägen jedes Wort, das unvergessen In junge Brust die zähen Wurzeln trieb, Des Vorurteils geheimen Seelendieb? Du Glücklicher, geboren und gehegt Im lichten Raum, von frommer Hand gepflegt, Leg hin die Wagschal, nimmer dir erlaubt! Laß ruhn den Stein -- er trifft dein eignes Haupt! [Illustration] Friedrich Mergel, geboren 1738, war der einzige Sohn eines sogenannten Halbmeiers oder Grundeigentümers geringerer Klasse im Dorfe B., das, so schlecht gebaut und rauchig es sein mag, doch das Auge jedes Reisenden fesselt durch die überaus malerische Schönheit seiner Lage in der grünen Waldschlucht eines bedeutenden und geschichtlich merkwürdigen Gebirges. Das Ländchen, dem es angehörte, war damals einer jener abgeschlossenen Erdwinkel ohne Fabriken und Handel, ohne Heerstraßen, wo noch ein fremdes Gesicht Aufsehen erregte und eine Reise von dreißig Meilen selbst den Vornehmeren zum Ulysses seiner Gegend machte -- kurz, ein Fleck, wie es deren sonst so viele in Deutschland gab, mit all den Mängeln und Tugenden, all der Originalität und Beschränktheit, wie sie nur in solchen Zuständen gedeihen. [Illustration] Unter höchst einfachen und häufig unzulänglichen Gesetzen waren die Begriffe der Einwohner von Recht und Unrecht einigermaßen in Verwirrung geraten, oder vielmehr, es hatte sich neben dem gesetzlichen ein zweites Recht gebildet, ein Recht der öffentlichen Meinung, der Gewohnheit und der durch Vernachlässigung entstandenen Verjährung. Die Gutsbesitzer, denen die niedere Gerichtsbarkeit zustand, straften und belohnten nach ihrer in den meisten Fällen redlichen Einsicht; der Untergebene tat, was ihm ausführbar und mit einem etwas weiten Gewissen verträglich schien, und nur dem Verlierenden fiel es zuweilen ein, in alten staubigten Urkunden nachzuschlagen. -- Es ist schwer, jene Zeit unparteiisch ins Auge zu fassen; sie ist seit ihrem Verschwinden entweder hochmütig getadelt oder albern gelobt worden, da den, der sie erlebte, zu viel teure Erinnerungen blenden und der Spätergeborene sie nicht begreift. So viel darf man indessen behaupten, daß die Form schwächer, der Kern fester, Vergehen häufiger, Gewissenlosigkeit seltener waren. Denn wer nach seiner Überzeugung handelt, und sei sie noch so mangelhaft, kann nie ganz zugrunde gehen, wogegen nichts seelentötender wirkt, als gegen das innere Rechtsgefühl das äußere Recht in Anspruch nehmen. Ein Menschenschlag, unruhiger und unternehmender als alle seine Nachbarn, ließ in dem kleinen Staate, von dem wir reden, manches weit greller hervortreten als anderswo unter gleichen Umständen. Holz- und Jagdfrevel waren an der Tagesordnung, und bei den häufig vorfallenden Schlägereien hatte sich jeder selbst seines zerschlagenen Kopfes zu trösten. Da jedoch große und ergiebige Waldungen den Hauptreichtum des Landes ausmachten, ward allerdings scharf über die Forsten gewacht, aber weniger auf gesetzlichem Wege als in stets erneuten Versuchen, Gewalt und List mit gleichen Waffen zu überbieten. [Illustration] Das Dorf B. galt für die hochmütigste, schlauste und kühnste Gemeinde des ganzen Fürstentums. Seine Lage inmitten tiefer und stolzer Waldeinsamkeit mochte schon früh den angeborenen Starrsinn der Gemüter nähren; die Nähe eines Flusses, der in die See mündete und bedeckte Fahrzeuge trug, groß genug, um Schiffbauholz bequem und sicher außer Land zu führen, trug sehr dazu bei, die natürliche Kühnheit der Holzfrevler zu ermutigen, und der Umstand, daß alles umher von Förstern wimmelte, konnte hier nur aufregend wirken, da bei den häufig vorkommenden Scharmützeln der Vorteil meist auf seiten der Bauern blieb. Dreißig, vierzig Wagen...

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First published in 1842, Die Judenbuche (The Jew's Beech) is a classic of German literature that reads like a chilling folk tale mixed with a psychological puzzle.

The Story

We meet Friedrich Mergel in a poor, superstitious village. His childhood is shaped by violence and shame. After his abusive father dies, Friedrich grows into a proud, troubled young man. The story's central event is the murder of a Jewish timber dealer, Aaron. Friedrich is the prime suspect, but he vanishes. The villagers carve a cryptic message into a beech tree near the crime scene. Decades pass. A broken man, who says he is Friedrich, returns to the village. His confession and final fate are tied directly to that same, ominous tree.

Why You Should Read It

Droste-Hülshoff doesn't give easy answers. She builds an incredible sense of place—you can feel the damp forest and the weight of village judgment. The real mystery isn't just about the murder, but about Friedrich's soul. Is he a product of his environment, or is he inherently guilty? The book quietly asks big questions about antisemitism, collective guilt, and whether we can ever escape our past.

Final Verdict

Perfect for readers who love gothic atmosphere, moral ambiguity, and stories that don't wrap up neatly. If you enjoyed the moody suspense of Emily Brontë or the moral complexities of a Patricia Highsmith novel, you'll find a lot to love here. It's a slim book with a very long shadow.



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This content is free to share and distribute. Knowledge should be free and accessible.

Emily Martin
1 year ago

I have to admit, the author's voice is distinct and makes complex topics easy to digest. A true masterpiece.

Richard White
6 months ago

Surprisingly enough, the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Truly inspiring.

Joseph Williams
1 year ago

Simply put, it provides a comprehensive overview perfect for everyone. I would gladly recommend this title.

5
5 out of 5 (3 User reviews )

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