Herr Adam und Frau Eva by Alexander Engel

(7 User reviews)   3107
Engel, Alexander, 1868-1940 Engel, Alexander, 1868-1940
German
You know that feeling when you meet someone and think, 'We're from completely different worlds'? That's the heart of this charming 1920s novel. Picture this: a proper, buttoned-up German schoolteacher named Adam suddenly inherits a fortune from a long-lost uncle. His first act? He buys a fancy villa and hires a live-in housekeeper. Enter Eva—young, modern, and full of life. She's everything he's not. The story follows their hilarious and awkward journey from employer-employee to something much more complicated. It's a quiet battle of old traditions versus new ideas, set against the backdrop of a changing Germany. If you love stories about unlikely connections and the messy, wonderful process of understanding another person, you'll be hooked.
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Extrafache, noch eine Mark; fehlten achtzehn Mark und dreißig Pfennige. Ein erheiterndes Rechenexempel! „Deine treue Fritzi“, las er noch einmal und dachte betrübt: Das liebe Kind! sie hat auf mich gewartet, um mir ihre Verlegenheit zu klagen! sie hat endlich eingesehen, daß ich nicht gekommen war, und ist traurig allein nach Hause gegangen, während ich Barbar an diesem Tischchen saß, um mein Stück zu beenden! Das gute, ahnungslose Kind: mein Stück, so denkt sie in ihrem herzigen Vertrauen, wird uns beide sofort, da es kaum fertig ist, mit Reichtümern überschütten! Eberhard griff halb schüchtern, halb stolz nach dem dicken Schreibbuche in schwarzem Wachstucheinband und betrachtete es mit der lächelnden, freudenvollen Befangenheit des jungen Autors, der ein Erstlingswerk vollendet und viel fröhliche Pläne und hochfliegende Hoffnungen, viel jugendliche Zaghaftigkeit, viel Jünglingssehnsucht und Träume von Ruhm und Glück in die sorgsam beschriebenen Linien eingeschlossen hat. Er schlug das Manuskript auf und lächelte mit seinem frischen, gesunden und naiven Lächeln wohlgefällig den Titel an, welcher also lautete: Ein Kind der Straße. Volksschauspiel in vier Akten von Eberhard Freidank. Das „Kind der Straße“ hatte auch schon eine kleine Tragödie hinter sich, die Tragödie der Ungedruckten und Unaufgeführten, die kein Mensch bedauert. Als es in Eberhard Freidanks Kopfe geboren wurde, stand es schon in seinen Umrissen fix und fertig da, und es sollte ein feines, nachdenkliches Drama voller Geist und Psychologie werden. So wollte es der junge Freidank. Als aber das Manuskript fertig vor ihm lag, glich es dann doch nicht der Lichtgestalt seiner Träume; die Glut seiner Gedanken war auf dem weißen, empfindungslosen Schreibpapier verblaßt, und die Worte standen so steif und leblos da. Immerhin sandte er sein Werk voll Zweifel und Hoffen an die Intendantur der königlichen Schauspiele. Nach einer langen Zeit, während deren er sich vergeblich einzureden versuchte, daß ihn das Schicksal seines Manuskriptes nicht im geringsten interessiere, bekam er es zurück. Da hatte er es umgearbeitet, hatte moderne, übermoderne Züge hineinverwebt und es einem intelligenten Theaterdirektor eingereicht, der gern Talente entdeckte. Nach vierzehn Tagen ließ der Direktor den Mann kommen, dessen unbrauchbare Arbeit den gewissen, ahnungsvollen Bühneninstinkt verriet. Als Eberhard das Bureau betrat, sah ihn der Bühnengewaltige von oben bis unten an und lachte dann hell auf: „So sehen Sie aus? So kerngesund, so unwahrscheinlich gesund, ein rotbäckiger Germane, direkt Athlet, und schreiben diffizile, pathologische Stücke? -- Junger Dichter, wenn Sie den Rat eines alten Praktikers nicht übel nehmen, so lassen Sie sich sagen: Besinnen Sie sich erst auf sich selbst, auf Ihre eigne Kraft, und dann schreiben Sie ein neues Stück und bringen es mir.“ -- Da hatte der junge Mann pikante Verwickelungen hineingebracht und es einem Theater eingereicht, welches französische Ehebruchsdramen aufführte. Aber der biedere, fröhliche, von Herzensgrund reine und gesunde Jüngling hatte keine Pikanterie schaffen können, und wieder kehrte das Stück zu ihm zurück. Nun zürnte Eberhard sich selbst, wollte niemals wieder schreiben und tat sich selber leid, daß er in langen Winternächten mühsam die schwarzen Buchstaben aneinander gereiht hatte, anstatt sich von des Tages Arbeit auszuschlafen; denn er hatte einen Tag wie den andern am Morgen Kollegs gehört und nachmittags Privatstunden gegeben, um seine bescheidenen Einkünfte zu vermehren. Die Enttäuschung bewirkte nun, daß er die ganze Arbeit, das Studieren und Schreiben, aus tiefster Seele haßte. Zehnmal des Tages reckte er seine langen, starken Glieder, deren Kraft zu nichts gebraucht wurde, sehnte sich, schwere Arbeit zu verrichten, und wenn er einen Steinträger unter seiner Bürde keuchen sah, hätte er ihm am liebsten die Last abgenommen. Um jene Zeit ging er wieder zum Turnen und Fechten, machte weite Spaziergänge und ging oftmals zu Fuß nach Potsdam, statt in das...

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Alexander Engel’s 1924 novel is a gentle, witty snapshot of a society in transition, wrapped in a simple domestic story.

The Story

Adam is a middle-aged, set-in-his-ways teacher whose life is turned upside down by an unexpected inheritance. He moves into a grand new house and, wanting to live a proper, respectable life, hires Eva as his housekeeper. She’s a young woman of the post-war generation—independent, spirited, and unimpressed by stiff formality. The book is built on their daily interactions: the small clashes over how a house should be run, the quiet meals that slowly become conversations, and the gradual softening of Adam’s rigid routines. It’s not a plot of grand drama, but of subtle shifts. We watch as two people from opposite ends of life’s experience begin to bridge the gap, finding something unexpected in each other’s company.

Why You Should Read It

What I loved most was how real Adam and Eva feel. Engel doesn’t make caricatures of them. Adam’s stubbornness comes from a place of fear—fear of change, of looking foolish. Eva’s modern outlook isn’t rebellious for its own sake; it’s a practical desire for a freer life. Their relationship builds brick by brick, through shared jokes and survived misunderstandings. It’s a hopeful reminder that connection isn’t about finding someone exactly like you, but about being curious enough to learn their language. The book also paints a fascinating, low-key picture of 1920s German middle-class life, all without feeling like a history lesson.

Final Verdict

This is a perfect read for anyone who enjoys character-driven stories. If you like novels where the quiet moments speak the loudest, where the real action is in a glance or a half-finished sentence, you’ll find a lot to love here. It’s for readers who appreciate historical fiction that feels intimate rather than epic, and for anyone who believes that sometimes the biggest revolutions happen in the living room.



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Melissa Martinez
1 year ago

Surprisingly enough, it provides a comprehensive overview perfect for everyone. Definitely a 5-star read.

Joseph Garcia
1 year ago

Without a doubt, the plot twists are genuinely surprising. Worth every second.

5
5 out of 5 (7 User reviews )

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