Lolo by Kasimir Edschmid

(6 User reviews)   2930
Edschmid, Kasimir, 1890-1966 Edschmid, Kasimir, 1890-1966
German
Ever met someone who just doesn't fit? Lolo is that person. In a German city before the First World War, she's a walking question mark. She's beautiful, magnetic, and completely out of step with the proper society around her. Men are obsessed with her, but she seems to live by her own secret rules. This book isn't a grand adventure; it's a quiet, intense look at a woman who refuses to be defined. It asks: what happens when someone's inner world is so strong it breaks all the boxes society tries to put them in? If you like character studies that feel more like psychological portraits, you need to meet Lolo.
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Freude, und dann habe ich es geglättet und geküßt und verbrannt. Du . . . unser Tag . . . als wir über die Brücke gingen. Keines sagte: ich habe dich viele Monate nicht gesehen. Nein. Niemand sagte so. Röte ging rauschend über den Himmel. Türme und Kuppeln schwammen strahlend und dunkel über die Glut des Abends. Wind riß die letzte Sonne durch unser Haar. Lolo, wir sprachen. Doch unsere Augen zerrten am Himmel. Dann gingen wir ohne Worte. Und plötzlich blieben wir stehen: Du hast ein grünes Kleid . . . Du hast einen hellen Hut. Staunen faßte uns wie Kinder. Wir waren wie auf Inseln eine Begegnung. Du hast ein grünes Kleid . . . O wie war unser Tag voll Gelächter. Das waren die alten Häuser am Main, auf die die Sonne noch einmal Strudel von Licht stürzte, daß sie erbebten. Das waren alte Pappeln und viele Fischernetze. Das waren viele Dinge, über die wir hätten weinen mögen vor Sehnsucht, aber wir standen im Wind und lachten. Wir saßen im Dom zwischen armen Leuten und den bösen mittleren Bedrückten, eingekeilt, du, Lolo mit den schönen Hüften. Wie strahlte uns die dunkele Ecke von Holz und das Fenster und das rote Licht. Auch hast du gekniet, einmal, es war eine Verzückung, meine Fingerspitzen rauschten vor Seligkeit, ich hätte dich töten können. Du warst königlich geworden. Es war mit jedem Schritt, als ob du groß durch eine Wüste kämest. Und die Stille um dich war wie das verknirschte Geheul einer betäubenden Menagerie. Wie waren deine Schenkel stolz und wild. Immer war es: ich müsse ein Wort sagen, platzend von Kraft und überreif vor Süßigkeit und lächelnd mit meinen Händen über deine Wangen hinunterfahren über deine Hüften bis an die Knie, die ich jubelnd empfinde als eine Freudigkeit. Lolo, wie warst du schön, als dein Zimmer dich umgab und die Spiegel und deine Ringe, ich weiß es kaum noch, Sonne rast taumelnd über meinen Tisch. Du hattest viele köstliche Decken, Batik, wohl erinnere ich mich. Lolo, deine Brust schwebte leuchtend unter der Bluse wie das Elfenbein der Psalmen. Wie war dieser Tag dunkeläugig vor Staunen, süß von Gelächter. Lolo. Ich habe dich nicht geküßt. Aber noch höher riß uns wie dieser Rausch die Stunde in dem großen Saal mit blitzendem Silber, dem Weiß, den Lichtern und der Musik von tausend redenden Menschen . . . alles um dich wie ein Wirbel, der dich schmückte, geschart. Als wir einen schönen Fisch zwischen uns teilten und du den burgundischen Wein zwischen dem Rosa deiner Hände hieltest, der wie Wachs war und Öl und nach Erde schmeckte, herb und herbstlich. Wir redeten und unsere Silben liefen wie Schlittschuhläufer atemlos über die Ebene der weißen Decke aufeinander zu und trafen sich maßlos beseelt wie in einem endlosen Raum von Verzückung. Lolo, Traum und Rasen schwellten mich, als wir damals unter Menschen gingen, um allein zu sein. Und vergiß nicht den kleinen Jungen, der uns den Weg zeigte, die Fassade des Römer in der Nacht, und daß ich einmal nach deiner Hand haschte. Es war. Es war Ewigkeit. Auch dies. Du hast mir, als wir noch sehr jung waren, du hast mir vor drei Jahren einmal ins Gesicht geschlagen. Wie ist dein Gang nun königlich. Deine Augen, in denen Gefahr ist und über denen ein ewiges Losschnellen hängt, sind mit Güte verdunkelt. Wie groß sie sind. Als der Bahnhof mit dir entschwebte, als ich fuhr und deinen Rücken sah, der sich vor mir bewegte, fiel die Finsternis gelöschter Laternen wie prallender Regen auf die Halle, die zurücksank. Ich werde dich auch nicht küssen, wenn du...

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Kasimir Edschmid's Lolo drops us into the artistic, slightly restless world of a German city just before everything changed with World War I. The story follows a group of young men—artists and writers—whose lives are suddenly tilted by the arrival of Lolo. She's not from their world, and she doesn't play by its rules. The plot is simple on the surface: they meet her, they are fascinated by her, and they try to understand her. But Lolo remains a mystery, an enigma who drifts through their lives, leaving a trail of obsession and confusion in her wake.

Why You Should Read It

This book got under my skin. It’s less about what Lolo does and more about the effect she has. Edschmid paints a stunning picture of a woman who is utterly herself, and how terrifying and attractive that can be to people who live by society's script. Reading it, you feel the tension between the rigid old world and a new, freer way of being that's trying to break through. Lolo is that crack in the wall. It’s a short, potent read that makes you think about authenticity and the price of being different.

Final Verdict

Perfect for readers who love early 20th-century literature and deep character studies. If you enjoy the mood of Stefan Zweig or the existential questions in early modernism, you’ll find a lot here. It’s not a book for someone wanting a fast-paced plot, but for anyone who likes to sit with a complex, haunting character long after the last page is turned. Think of it as a brilliant, focused snapshot of a society on the brink, seen through the eyes of one unforgettable woman.



🏛️ Free to Use

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Donna Sanchez
10 months ago

Great read!

Kimberly Davis
1 year ago

After hearing about this author multiple times, the plot twists are genuinely surprising. I learned so much from this.

Matthew Perez
1 year ago

Finally found time to read this!

Sandra Davis
7 months ago

Beautifully written.

Kevin Torres
3 months ago

Fast paced, good book.

5
5 out of 5 (6 User reviews )

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