Das Wirken der Seele: Ideen zu einer organischen Psychologie by Rudolf Eisler

(3 User reviews)   2981
By Isabella Wilson Posted on Nov 15, 2025
In Category - Pets & Care
Eisler, Rudolf, 1873-1926 Eisler, Rudolf, 1873-1926
German
Ever feel like modern psychology misses something? Like it's all about fixing broken parts instead of understanding the whole person? That's exactly what Rudolf Eisler thought back in the early 1900s. In 'Das Wirken der Seele' (The Work of the Soul), he throws out the mechanical view of the mind and argues for something more alive, more interconnected—an 'organic psychology.' It's a forgotten argument that feels surprisingly fresh today. If you've ever wondered if there's more to mental life than just neurons and diagnoses, this century-old book might just have the seeds of an answer you're looking for.
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deutlich, die in allen russischen Revolutionen irgendwie wiederkehrt. Der religiöse Nihilismus wurde allmählich zum politischen Nihilismus. Als Peter erschien und um weltlicher Reformen willen die Kirche dem Staate unterwarf, da sah man den Antichrist auch in ihm, dem Zaren. Ja, schon wagten die Raskolniki in ihrem Kampfe gegen die Kirche auch den Kampf gegen den Staat. Sie erfuhren Zuzug aus allen Kreisen, die in Reibung mit der Obrigkeit lagen. Im Raskol sammelten sich die Unzufriedenen des Landes. Es kam, wer ein schlechtes Gewissen hatte. Es kam der Beamte, der veruntreut, und der Bauer, der aufbegehrt hatte. Es kam der Soldat, der seiner Truppe entlaufen war. Es kamen Strelitzen, denen dem Blutgerichte von Moskau zu entrinnen gelang. Es kamen kosakische Freibeuter, aber auch ukrainische Patrioten, Leute aus der Anhängerschaft schon des Stenka Rasin und wieder des Mazeppa. Es kamen die Barfüßler. Es kamen Verbrecher. Es kamen Mörder, Räuber und Diebe, sie alle, denen der Kettenweg nach Sibirien drohte. Sie alle kamen und wurden hier Brüder vom Gesindel, doch Brüder in Freiheit. Die Form dieser Brüderschaft war noch nicht die der Verschwörung. Aber die Taktik der Nihilisten kündigte sich schon unter den Sektierern an. Geheime Beziehungen wurden zwischen den Gemeinden unterhalten, wie hernach zwischen den »Gruppen«. Verfolgte wurden verborgen, falsche Pässe wurden ausgefertigt, und wie man später Proklamationen zusteckte, so wurden damals Hostien, Reliquien und verbotene Postillen geschmuggelt. In den geläuterten Brüderschaften der Stundisten, der Molokanen oder der Duchoborzen, deren Anhänger sich um ein ausgeklügeltes Sonderideechen zu sammeln pflegten, wurde dieser religiöse Nihilismus schließlich ganz brav, ehrbar und pietistisch-tugendhaft. Aber auch von ihnen, freilich auch von den Popenfamilien, in denen auf den orthodoxen Vater der problematische Sohn folgte, ging die nihilistische Unterschichtung des russischen Volkes weiter aus. Noch Raskolnikoff, in dessen Hirn statt der harmlosen Beunruhigung, wie man den Namen des Heilandes richtig zu schreiben habe, die gefährliche Frage nach Gut und Böse wühlte, trug von den Raskolniki den Familiennamen und gehörte ihnen nicht nur nach der Abstammung sondern auch in der Anlage an. Der Dämon des Nihilismus war in einer noch mittelalterlichen Zeit wie ein unheimliches Tier gewesen. In der Zeit der Dekabristen sah man ihn in byronischer Gestalt unter jungen Enthusiasten umgehen. Die Dekabristen waren entzückte Jünglinge, die von der französischen Revolution freisinnige Begriffe gelernt und aus den europäischen Feldzügen fortschrittliche Vorstellungen mitgebracht hatten. Von ein paar idealen Forderungen, Aufhebung der Zensur und Öffentlichkeit des Gerichts, erhofften sie eine Besserung der schlechten russischen Welt. Aber sie hatten keine bestimmte politische Idee. Daran scheiterten sie. Die jungen Politiker und radikalen Ideologen der vierziger Jahre dagegen kamen in Debattierklubs zusammen. Alle ernsten Elemente, die suchten, die sich vorwärtstasteten, freilich auch alle, die in die Irre gingen, sammelten sich in diesen Debattierklubs, deren einer unter dem Namen der Petraschewzen deshalb berühmt geworden ist, weil Dostojewski in die Geschichte der Verschwörung verwickelt wurde, die man seinen Mitgliedern anhing. Dostojewski meinte diese Zeit der Unruhe in Rußland, des Übergangs und der Ungewißheit, als er schrieb: »damals gab es unter den jungen Leuten sehr, sehr viele, die von irgend etwas durchdrungen waren, die irgend etwas erwarteten ...« Aber auch die Petraschewzen hatten noch keine bestimmte politische oder soziale Idee. Sie beschäftigten sich nur mit Ideen. Sie lasen die Bücher von Saint-Simon und Proudhon, von Owen und Fourier. Sie bezogen die »Phalanstère«. Doch eine Einheitlichkeit der Tendenz gab es in diesen Debattierklubs nicht. Unter die Einheitlichkeit eines Programms hätte man die Petraschewzen nicht bringen können. Und für eine Einheitlichkeit der Aktion fehlte jede Voraussetzung. In seinem Rechtfertigungsschreiben merkte Dostojewski an: »man kann sagen, daß man dort nicht drei Menschen fand, die in irgendeinem Punkte über ein beliebig...

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This isn't a novel with a plot, but it has a clear mission. Rudolf Eisler, writing in 1914, presents a powerful idea: we shouldn't study the mind like a machine made of separate parts. Instead, he says we should see it as a living, growing organism where everything is connected. The 'story' is his argument against the dry, analytical psychology of his time and his push for a holistic approach that considers feelings, will, and thought as one flowing process.

Why You Should Read It

Reading Eisler is like finding a quiet, thoughtful voice in a very loud room. Over a hundred years ago, he was already warning against reducing human experience to mere components. His call for an 'organic' view—where consciousness, purpose, and growth matter—feels incredibly relevant now. It's a reminder that some debates in how we understand ourselves are timeless. You can see the early roots of humanistic and holistic thinking here, which makes it a fascinating piece of intellectual history.

Final Verdict

This book is for the curious reader who likes psychology but sometimes finds it too clinical. It's perfect for anyone interested in the history of ideas, or for those who enjoy philosophy and wonder about the big questions of mind and life. Be warned, it's a dense, academic text in its original German, so it's a commitment. But if you're patient, you'll find a surprisingly prescient and passionate case for seeing the human soul as something alive, not just something to be dissected.



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This work has been identified as being free of known copyright restrictions. Distribute this work to help spread literacy.

Linda King
11 months ago

Having read this twice, the depth of research presented here is truly commendable. I learned so much from this.

Mary Clark
11 months ago

My professor recommended this, and I see why.

Noah Martinez
1 year ago

Great read!

4.5
4.5 out of 5 (3 User reviews )

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