Sämtliche Werke 7-8 : Der Jüngling by Fyodor Dostoyevsky

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By Isabella Wilson Posted on Nov 15, 2025
In Category - Pets & Care
Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881 Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881
German
Hey, have you ever read a book that feels like watching someone's soul being built from scratch? That's 'Der Jüngling' (The Adolescent). It’s Dostoyevsky, but not the one you know from his famous crime novels. This is the story of Arkady, a 19-year-old who is convinced his illegitimacy has cursed him. He's angry, confused, and on a mission to become a 'Rothschild'—unbelievably wealthy and powerful—because he thinks that's the only armor against a world that looks down on him. The real mystery isn't a murder; it's whether this raw, explosive young man will find his own heart or let his obsession destroy him. It's messy, brilliant, and painfully real.
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Aristokratismus, Auflehnung der Persönlichkeit gegen die Gesellschaft_. »Ja, ich bin ein düsterer Mensch, ich verschließe mich fortwährend. Oft habe ich Lust, mich von den Menschen ganz und gar abzusondern. Vielleicht werde ich den Menschen auch Gutes tun, aber zumeist kann ich nicht den geringsten, einigermaßen einleuchtenden Beweggrund dazu entdecken ... Ich glaube, schon in meinem zwölften Lebensjahr, also fast mit dem eigentlichen Erwachen meines Bewußtseins, begann ich, die Menschen nicht zu lieben.« So beginnt der Jüngling in seinem denkenden Leben damit, womit Raskolnikoff endigt: bei ihm ist bereits nicht die geringste Verbindung mit der »Anschauung der Sozialisten« zu finden, mit dem mathematisch errechenbaren »allgemeinen Nutzen«, und das, was Raskolnikoff kaum sich selbst zu gestehen wagt -- »ich will auch selbst leben«, »ich habe nur für mich erschlagen, für mich allein«, -- das schreckt den Jüngling schon nicht mehr. Er braucht sich nicht zu beweisen, daß darin nichts »Verbrecherisches« liegt: für ihn hat sich tatsächlich die Quelle eines neuen »kategorischen Imperativs« in der Liebe zu sich selbst aufgedeckt, in der uneigennützigen Liebe zu sich selbst, in der Liebe nicht zu seinem kleinen, nahen, sondern zu seinem großen, fernen Ich. Und der höchste Gipfel dieser Liebe, der »Wille zur Macht« -- ist die erste, nicht nur sittliche, sondern fast schon metaphysische, fast sogar religiöse Grundlage seiner ganzen »Idee«. »Ja, mich hat mein ganzes Leben lang nach Macht gedürstet, _nach Macht und Einsamkeit_.« Das Mittel, das er zur Verwirklichung seiner Idee erwählt, ist nicht mehr rohe äußere Vergewaltigung, nicht anarchistischer Mord, der schließlich doch nichts beweist, der fruchtlos und, als bewußte Tat zu einem bestimmten Zweck, unter den Verhältnissen der heutigen kultivierten Gesellschaft sogar einfach unmöglich ist, -- sondern innere Vergewaltigung, ein unvergleichlich verfeinerteres und vergeistigteres Vergewaltigen: Vergewaltigung durch die Macht des Geldes. »Ich brauche das Geld nicht, oder sagen wir richtiger, ich brauche nicht das Geld und nicht einmal Macht; ich brauche nur das, was man durch Macht erwirbt, und was man auf keine Weise ohne Macht erlangen kann; und das ist das _einsame und ruhige Bewußtsein der Kraft_! Das ist die erschöpfendste Bezeichnung dessen, was man >Freiheit< nennt, und um die sich die ganze Welt so abquält! >Freiheit!< Endlich habe ich es hingeschrieben, dieses große Wort ... Ja, das einsame Bewußtsein der Kraft -- ist berauschend und wundervoll. Ich habe Kraft, und ich bin ruhig ... Habe ich aber erst einmal die Macht, so werde ich ihrer überhaupt nicht mehr bedürfen. Ich versichere, daß ich dann freiwillig und aus eigenem Antriebe überall den letzten Platz einnehmen werde ... Das Bewußtsein meiner Macht wird mir genügen -- >... denn mir genügt vollauf das Bewußtsein ...< Schon als Kind habe ich den Monolog des >Geizigen Ritters< von Puschkin auswendig gelernt; als Idee hat Puschkin nichts Höheres geschaffen! Der Meinung bin ich auch heute noch.« Die Idee des persönlichen Prinzips in Raskolnikoff und dem Jüngling ist durch die Gestalten des Hermann (des Helden in Puschkins »Pique-Dame«) und des »Geizigen Ritters« mit Puschkin verbunden, und durch Puschkin -- hier wie überall bei Dostojewski, wie überall in der russischen Literatur -- mit den tiefsten Wurzeln nicht etwa nur des westeuropäischen, sondern auch des russischen Volksgeistes. »>Ihr Ideal ist niedrigGeld, Reichtum! Etwas ganz anderes sind doch gemeinnützige Unternehmungen, menschenfreundliche Taten!< Aber wer weiß es denn, wie ich meinen Reichtum verwenden würde? Was ist dabei Unsittliches und Niedriges, daß diese Millionen aus vielen jüdischen, schädlichen und schmutzigen Händen in die Hand eines _nüchternen_ und _standhaften Asketen_, der mit scharfem Blick in die Welt schaut, zusammenfließen? ... In meinen Träumen habe ich schon mehr als einmal an jenen zukünftigen Augenblick gedacht, wo mein _Machtbewußtsein_ übersättigt sein, die >Macht< mir...

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Let's talk about one of Dostoyevsky's most overlooked novels. 'Der Jüngling' (The Adolescent) follows Arkady Dolgoruky, a young man burning with a singular, strange idea: to become as rich and cold as the banker Rothschild. He believes this self-made fortress of money will give him power and respect, shielding him from the shame of his illegitimate birth. The plot kicks into gear when he arrives in St. Petersburg, gets tangled in his estranged father's chaotic household, and stumbles upon a scandalous document that could ruin several lives.

The Story

Arkady is a powder keg of pride and insecurity. He bounces between his kind foster father, the noble Makar, and his biological father, the seductive and irresponsible Versilov. He's pulled into a whirlwind of family drama, philosophical debates, and a web of secrets centered on a mysterious letter. Everyone around him is searching for something—love, God, meaning—while Arkady just wants to build his financial empire. His journey is a series of collisions: with high society, with his own raging emotions, and with the unsettling realization that the people he judges might be more broken—and more human—than he is.

Why You Should Read It

Forget the grand philosophical conspiracies of Dostoyevsky's other books. This one gets its hands dirty in the soil of growing up. Arkady is one of the most accurately written teenagers in classic literature. He's arrogant, tender, foolish, and profoundly lost. Reading his diary-style narrative feels like listening to a brilliant, angsty friend pour his heart out at 2 a.m. The book asks a timeless question: What do we build our identity on? Money? Family name? Rebellion? The answers it suggests are messy and deeply moving.

Final Verdict

This is the perfect Dostoyevsky for anyone who finds his bigger novels intimidating. It's more intimate, focused on a single, turbulent consciousness. If you've ever felt like an outsider, nursed a grand plan for your life, or struggled to understand your family, you'll see yourself in Arkady. It's a book for the young, the formerly young, and anyone who remembers the beautiful, painful chaos of trying to invent yourself.

📚 Copyright Free

This is a copyright-free edition. It serves as a testament to our shared literary heritage.

Noah Jones
1 year ago

Five stars!

Sandra Ramirez
1 month ago

Enjoyed every page.

Jackson Lopez
1 year ago

Comprehensive and well-researched.

5
5 out of 5 (3 User reviews )

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