Die doppelköpfige Nymphe by Kasimir Edschmid

(1 User reviews)   2480
By Isabella Wilson Posted on Nov 15, 2025
In Category - Pets & Care
Edschmid, Kasimir, 1890-1966 Edschmid, Kasimir, 1890-1966
German
Ever felt torn between two lives? That's the heart of Kasimir Edschmid's 'Die doppelköpfige Nymphe' (The Two-Headed Nymph). It's not a fantasy novel—it's a raw, early 20th-century story about a woman caught between two worlds. She's pulled between the strict, traditional life society expects of her and a more modern, passionate existence she desperately wants. The real mystery isn't a crime; it's how one person can hold two completely different souls inside. If you've ever wondered what it costs to be true to yourself when the world wants you to pick a side, this book will grab you and not let go.
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sein Schlund naß, sie verdienten's reichlich, droschen ihr Korn. Im Reich -- wovon ließ sich sprechen -- im Reich ging's gut daher. Die Böhmen geschlagen, Ludmilla und Wenzel, die heiligen, hatten die Hand von ihren tollen Verehrern gezogen: da saßen sie auf dem Sand, haha, samt Huß, allen Brüderschaften, ihrer Waldhexe Libussa, dem Pfalzgrafen Friedrich. Der Pfalzgraf -- wovon ließ sich sprechen -- der Pfalzgraf schleppte seine Königskleider im Sack, am Strick hinter sich her, im Frühjahrsdreck hinter sich her, schreiend durch die Gassen, ungeübter Bänkelsänger auf Märkten, auf Dörfern: »Keiner da, der mir was zu fressen gibt? Zehn Kinder und kein Ende, keiner da, der uns den Bauch stopft? Habe die englische Königstochter zur Frau, in Böhmen war ich König; das >war< freut mich armen Hansen wenig.« Wer wird sprechen in solchen Zeiten. Man läßt ihn trollen, das freche süße Zweibein, man wird ihn tüchtig lausen, daß ihm das Fell blank wird. Aber Malvasier. Aber Alikante. Aber Böhmerwein von Podskal. Aber grüne Bisamberger, Traminer aus Tirol; aber Bacharach und Braubach, die feuchten, spitzschuhigen, klingelnden vom Rhein. Auf dem gepreßten Schweinskopf Äpfel: aber Mersheimer darüber und Andlauer; Elsaß, das herrliche Elsaß. Wem hat es der Ingwer angetan, der Ingwer an der Rehkeule, daß er ihn verachten will. Die Hühner sind erschlagen; auf Silberschüsseln gebahrt; von feinen weißen Kerzen beleuchtet. Die Blicke von zwanzig Gewaltherren und Fürsten voll Lobs auf sie gerichtet; in Mandelmilch schaukeln sie Rümpfe, Beinchen und Hälse, Rosinen zum Haschen um sie gebreitet, ihre kandierten Schnäbelchen füllend. Spitzt die Münder, salbt die Lippen mit Speichel, im Strome fließenden, aus allen Bronnen geeimerten. Heran Pfälzer Most. Die feuerspeiende Büchse, treffliches Symbol für ein Weingefäß: da läßt sich leicht der Malefizer finden, der hier ersterben will. Und soll es der Erwählte Römische Kaiser sein, es muß geschossen sein, in der Minute, im Nu, aus der großen Büchse, die der Obermundschenk sich auf die Schulter lädt; der Kaiser richtet zielt und schießt, jach in den Schlund des tobenden Narren, des hingewälzten lachenden Kobolds in der braunen Schellenkapuze, während der Herr sich die weißen Spitzenärmel schüttelt, in den Stuhl sinkt, nach der Serviette ruft und vor Inbrunst vergeht: »Noch einmal!« Trompeter schmetterten zu sechs vom Chor herunter, aus dem goldenen Käfig des Balkons, der Heerpauker schlug bum. Zwischen der Musik saß der Kaiser hinter dem Wildschweinsbraten in Pfeffer, einen weißen Hut mit der Reiherfeder auf dem leicht glatzigen Kopf, seine Ohren durch das Raspeln seiner Zähne nicht gehindert dem Schmettern zu folgen. Sansini, Zinkenmusikus, übte sein hohes Werk; verborgene Diskantisten und Kastraten pfiffen rollten wirbelten; sie umspielten die wenig sich drehende Ruhe des Basses, den eine weiche Stimme ansprach, beschwor. Zur Linken des melancholischen Spaniers ein schmales wangenloses Ziegengesicht, über dem stumpfen Lederkoller die krebsrote Atlasschärpe, aus grünen dünnen Ärmeln langspinnig zielend gegen das Millefioriglas, Karl von Liechtenstein, Oberstburggraf, Statthalter in Prag, sprach von Heidelberg und dem geflohenen Winterkönig, daß noch frostiges schwankendes Wetter sei und man jetzt nur schwierige Landstraßen finde, besonders wenn man es eilig habe. Ein Abt biß seinem Kapaun das Bein ab, addierte, während es zerkrachte, das zurückgebliebene Kurpfälzische Silbergeschirr, das ihm in Böhmen von frommen Wallonen überreicht war. Und auch der alte Harrach, knuspernd an Krammetsvögeln, huldvoll über seinem Stuhle schwebend, graziös, kahlköpfig, hielt sich an die Prozesse und Konfiskationen in dem geschlagenen Land, da wären tot der Peter von Schwamberg, Ulrich Wichynski, Albrecht von Smirsitzky, davongelaufen, werden das Wiederkehren vergessen. Hitzig schmetterten die Trompeten. Einen Augenblick sahen alle Herren auf, die in den spanischen Krausen, die in den gestickten niederländischen Spitzenkragen auf bunten und verbrämten Jacken, die in den ungarisch grün verschnürten Wämsern, in den duftigen...

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Kasimir Edschmid was a key voice in German Expressionism, a movement all about intense emotion and breaking old rules. 'Die doppelköpfige Nymphe,' written in 1920, is a product of that fiery energy. It’s a short, potent novel that feels more like a vivid dream or a scream into a pillow than a traditional story.

The Story

The book follows a young woman in a time of huge social change. On the surface, she tries to live the proper, respectable life her family and society demand. But underneath, she burns with desires and ideas that don’t fit that mold at all. The 'two-headed nymph' of the title is a powerful metaphor for this internal split. It’s the story of her struggle, watching her try to navigate a world that offers no easy middle ground between duty and passion.

Why You Should Read It

This book hit me because it’s so honest about a feeling that never gets old: the conflict between who we are and who we’re supposed to be. Edschmid doesn’t give us easy answers or a fairy-tale ending. His writing is sharp and emotional, pulling you right into the character’s chaotic mind. It’s less about the plot and more about living inside that tension. You feel her frustration, her hope, and her despair.

Final Verdict

Perfect for readers who love character-driven stories and don’t mind a challenging, poetic style. If you’re interested in early modernism, the roots of psychological fiction, or just a timeless story about personal freedom, give this a try. It’s a small book with a big, lasting impact. Fair warning: it’s intense and won’t leave you feeling light, but it will make you think.



ℹ️ Legal Disclaimer

This work has been identified as being free of known copyright restrictions. It serves as a testament to our shared literary heritage.

Sandra Smith
11 months ago

The fonts used are very comfortable for long reading sessions.

5
5 out of 5 (1 User reviews )

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