Die Kegelschnitte Gottes by Bertha Eckstein-Diener

(4 User reviews)   1961
By Isabella Wilson Posted on Nov 15, 2025
In Category - Pets & Care
Eckstein-Diener, Bertha, 1874-1948 Eckstein-Diener, Bertha, 1874-1948
German
Have you ever wondered what happens when pure mathematics collides with real-world chaos? That's the heart of 'Die Kegelschnitte Gottes' (God's Conic Sections). Bertha Eckstein-Diener, writing in 1920s Vienna, gives us a novel where a brilliant, obsessive mathematician tries to prove the universe itself is a perfect geometric equation. The conflict isn't just about solving theorems—it's about a mind so in love with perfect shapes that it risks breaking when faced with the messy, unpredictable nature of life, love, and history. It's a quiet, intense story about the dangerous allure of absolute truth.
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verdienen. Du erhältst Ehre und hast weder Begriff noch Gefühl davon. Wir wissen, daß es keine Götzen in der Welt gibt. Ein Mensch bist du auch nicht; doch mußt du ein menschlich Bild sein, das der Aberglaube vergöttert hat. Es fehlt dir nicht an Augen und Ohren, die aber nicht sehen, nicht hören; und das künstliche Auge, das du machst, das künstliche Ohr, das du pflanzest, ist gleich den Deinigen blind und taub, du mußt alles wissen und lernst nichts. Du mußt alles richten und verstehst nichts. Du dichtest, hast zu schaffen, bist über Feld oder schläfst vielleicht, wenn deine Priester laut rufen und du ihnen mit Feuer antworten solltest. Dir werden täglich Opfer gebracht, die andre auf deine Rechnung verzehren, um aus deinen starken Mahlzeiten dein Leben wahrscheinlich zu machen. So ekel du bist, nimmst du doch mit allem fürlieb, wenn man nur nicht leer vor dir erscheint ... weil du Züge menschlicher Unwissenheit und Neugierde an deinem Gesichte trägst ... was die Wirkungen deiner Mahlzeiten anbetrifft, so lernte bei einem ähnlichen Gefühl derselben Vespasian zuerst das Glück deines Namens kennen und soll auf einem Stuhl, der nicht sein Thron war, ausgerufen haben: _Uti puto, deus fio._ _Johann Georg Hamann_ Erstes Buch Der reife Schlaf fließt auseinander. Immer lichter schimmern selige Schichten dem Bewußtsein zu. -- Dort oben kreist, noch wolkig, das Dasein: Grünes und Gezwitscher. Hebt, was seinen Rand berührt, herauf in gleitenden Erdentag und geordnetes Wegeneinander. Doch auch der zeitlose Abgrund bleibt beständig -- samtene Nächte tief unter den Wirbeln --, und hintüberstürzend läßt sich's nach Willen in ihn zurücksterben: in lautlose Schwärze. * * * * * Nach einem dunklen Klumpen Ewigkeit rötet sich abermals die Zeit an den gewölbten Lidern. Ein Niederpressen, und wieder ist der ganze Kopf voller Sterne da; geschlängelte Goldfäden dazwischen und Wirbel bunter Atome. Doch bananenfarbne Glorie lockt und lockt in die sanfte Geburt des Erwachens. Etwas steigt auf -- stößt durch letzte Schimmerschichten -- ist ein _Ich_ und ruht in einem wunderguten Eck; jedes Glied zum Besten und ganz still, ja nicht zu stören, was der Muskelgeist im Unbewußten prächtig geordnet. -- Wonne läuft von einem zum andern. Dort um das Ohr besonders, wo das Kissen eiderdaunig am Hals zergeht, staut sich ein kleines Privatparadies animalischer Seligkeit. Das Linnen ist eine laue Wolke über den Beinen und schwebt. -- Unter ihm schwelen noch alle Wunder der Nacht: der Ichverlöscherin. Aus lichten Gebärden und dunklen Trieben wirkt sie das Zwiegespinst allen Erdenglücks: verküßte Glieder jenseits von Ich und Du. Die Grenzen der Körper zergangen, Blütenweiches ineinandergegossen, Muskelwellen und Täler sich rhythmisch streifend; Duft -- Hauch -- Haar zu einem Frühling gemischt. Allmählich aber in den Reigen blinder Sinne mengt es sich scheu, heiß, sehnsüchtig auch, wie ein Kind, das andere nicht mitspielen lassen: Das Schauen will sein Teil: Horus hat die goldenen Knabenaugen aufgeschlagen. Das Ich und Du fällt auseinander. Unerbittlich nah, wie es nur Wesen in der Liebe sind, sieht er das holde Gespiel gleich einem Schleier leicht auf sich ruhen. Geisterhaft fein gebaut, vorweiblich edel in der Vollkommenheit ihrer dreizehn Jahre. -- Und er erschauerte ihrer Schöne. Weise menschliche Bräuche des Tropenlandes, in denen der Knabe aufwuchs, hatten sie an den Grenzen der Kindheit zueinander gelegt. So blühten sie mit dem allmählichen Zentrieren der Sinne in die Ehe hinein; nach wonnig-langem Aneinanderhinbeben noch herbverschlossener Lust. Ohne Eheeinbruch: roh und frech. Horus Elcho löste sich tierweich von dem Liebesgespiel, hauchte hinknieend die Silberhalme der Schenkel hinauf zur noch verschlossenen Quelle des Lebens unter dem glatten jungen Frühlingshügel. Sie duftete nach den zartesten Harzen der Welt. Ein Falter aus atmendem Brokat,...

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Bertha Eckstein-Diener's novel, written under her better-known pen name Sir Galahad, is a fascinating snapshot of its time. It follows a dedicated mathematician in interwar Europe who is consumed by his work on conic sections—the curves you get from slicing a cone, like circles and ellipses. He believes these shapes are not just mathematical concepts, but the divine blueprint of creation itself, 'God's Conic Sections.'

The Story

The plot follows his journey as he tries to align this perfect, logical world with the imperfect one around him. We see him in his study, in academic debates, and in his personal relationships, where his single-minded pursuit starts to create fractures. The tension builds quietly as the orderly world of his proofs clashes with the disorder of human emotions and the looming political unrest of the era.

Why You Should Read It

This isn't a book about math; it's a book about obsession and faith. Eckstein-Diener, a pioneering travel writer and feminist thinker, uses the mathematician's struggle to ask bigger questions: Can we find ultimate truth in pure ideas, or are we forever tangled in the imperfect human experience? The character's isolation feels incredibly modern. You don't need to understand equations to feel the weight of his quest and the quiet tragedy of seeing the world only through one lens.

Final Verdict

Perfect for readers who enjoy historical fiction with a philosophical punch, or anyone fascinated by stories of genius and its costs. If you liked the intellectual atmosphere of novels like 'The Glass Bead Game' or 'The Solitude of Prime Numbers,' but prefer a more grounded, early-20th-century setting, this rediscovered gem is for you. It's a thoughtful, character-driven novel that stays with you.



⚖️ Copyright Free

This book is widely considered to be in the public domain. Knowledge should be free and accessible.

Ashley Brown
2 months ago

A must-have for anyone studying this subject.

Mark Hernandez
1 year ago

Citation worthy content.

Matthew Jones
9 months ago

Beautifully written.

Paul Gonzalez
11 months ago

Great reference material for my coursework.

4
4 out of 5 (4 User reviews )

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