Die Mumie von Rotterdam. Erster Theil by Georg Döring

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Döring, Georg, 1789-1833 Döring, Georg, 1789-1833
German
Ever wondered what would happen if an ancient Egyptian mummy showed up in 19th-century Rotterdam? That's the wild premise of this 1821 German novel. It's not just a dusty relic story—it kicks off with a gruesome murder in a dark alley, and the mummy seems connected. Think classic Gothic mystery meets historical adventure, with secret societies, forbidden love, and a detective trying to solve a crime that might be supernatural. It's surprisingly fast-paced for a book its age. If you like your mysteries with a side of history and a big 'what if,' give this forgotten gem a shot.
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an die in überwiegender Mehrheit verwendete Schreibweise angeglichen. Eine Liste vorgenommener Korrekturen befindet sich am Ende des Textes. Die Originalvorlage ist in Fraktur gedruckt; davon abweichende, in Antiqua gedruckte Textstellen sind in der vorliegenden Textdatei _so_ markiert; gesperrt gedruckter Text ist =so= markiert. Die Mumie von Rotterdam. =Novelle= =in zwei Theilen= =von= =Georg Döring.= =Erster Theil.= =Frankfurt= am Main. Gedruckt und verlegt von Johann David Sauerländer. 1829. Seinem verehrten Freunde =Friedrich Mosengeil= =der Verfasser.= Ich habe Dich gefunden Im stillen Friedensthal: Wir waren längst verbunden, Wir wurden's noch einmal. So fügt sich Ring dem Ringe Zur Blumenkette an, Daß sie uns sanft umschlinge Und unsern Lebenskahn. Er zieht den Strom danieder -- Wann ruft der Schiffer: =Land=? Wir reichen uns dann wieder Am Ufer dort die Hand. Die Mumie von Rotterdam. Erster Theil. 1. Am Haven von =Rotterdam= herrschte ein buntes Gewimmel von Geschäftigen und Müßiggängern. Einige von jenen, mit schweren Lasten beladen, schoben langsam aber nachdrücklich diese, die eitle Neugierde oder Langeweile hierher geführt hatte, zur Seite; andere, Papiere in der Hand tragend, Schiffsconsignationen oder Frachtbriefe, drängten sich rasch und lebendig durch die Menge, um die Zeit der Ankerlichtung irgend eines Fahrzeuges nicht zu versäumen. Eben stimmten die Glockenspiele der Stadt ein Liedchen an, das die sechste Abendstunde bezeichnete, als zwei Männer, denen die Meisten der Anwesenden mit allen Beweisen von Hochachtung und Ehrfurcht auswichen, am Ufer der =Maas= erschienen. Es waren die zwei Handelsherrn =Tobias van Vlieten= und =Jan van Daalen=. Beide wurden für die reichsten Leute der Stadt gehalten, beide wußten das und fanden deshalb nicht für nöthig, die zahlreichen, an sie gerichteten Begrüßungen zu erwiedern. Am Starrsten und Unbeweglichsten schritt Herr =Tobias van Vlieten= durch die Raum gebende Menge hin. Seine hagere Gestalt ragte fast um Kopfeshöhe über die Nebenstehenden empor und sein braungelbes Angesicht, mit der scharf hervorstehenden Nase und den großen, todten grauen Augen, bot, unter der umfangreichen, weißgepuderten Perücke, einen abschreckenden Anblick. Er trug einen langen, zimmetfarbenen Tuchrock, der trotz des sehr warmen Abends vom Kopf bis auf die Füße zugeknöpft war. Die Knöpfe aber bestanden aus Doppelducaten und erregten, indem sie im Abendsonnenstrahle weithin glänzten, die Begehrlichkeit manches armen Taglöhners, der hier mit schwerer Arbeit wenige Stüber erwarb. Herr =Tobias= hatte viele Jahre seines Lebens in =Ostindien= zugebracht. Aber diese Zeit war für ihn keine verlorene gewesen. In dem Handel mit feinen Spezereien hatte er Millionen gewonnen und während die ungesunde Luft =Batavia's= seine besten Kräfte aufzehrte und ihn zu einer lebendigen Mumie ausdörrte, vermehrte sich die Zahl seiner Geldsäcke im wohlverwahrten Gewölbe auf das Ansehnlichste, stiegen von Posttag zu Posttag die Summen, die er nach dem Vaterlande übermachte, daß sie dort sicher und gute Zinsen tragend, angelegt würden. Er hatte auch in =Batavia= geliebt und in einem kurzen Ehestande gelebt. Die Liebe überschlich ihn, als er vernahm, daß die bleiche alternde Jungfrau =Cypriana Hoogendöbel=, welche ihm in einer Theegesellschaft gegenüber saß, seit gestern die Erbin von hunderttausend Stück Dukaten geworden sey und ganz allein und verlassen in der Welt stehe, ohne Brüder und Schwestern, ohne Vettern und Basen, die an dem reichen Erbe mitzehren könnten. Es war ihm zu Muthe, als habe er von der berauschenden Wurzel Bang gegessen, da er dieses vernahm. »=Cypriana Hoogendöbel= muß die Meine werden!« gelobte er sich selbst mit heißem Schwure. Er näherte sich; er wurde freundlich angesehen und aufgenommen. Besaß denn =Tobias= nicht auch schon ein Vermögen von mehr als hunderttausend Dukaten? Und hatte denn =Cypriana= seit gestern nicht das Ansehen und die Bedeutung, welche ein solcher Besitz gab, gehörig schätzen und würdigen gelernt? Der Wunsch, sie nach dem Theeschmause in seinem Wagen nach ihrer...

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Picture this: Rotterdam, 1820. A man is found murdered in a shadowy alley. The only clue? A strange, ancient Egyptian amulet left at the scene. Enter our detective, grappling with a case that seems to defy logic. Meanwhile, a mysterious mummy arrives in the city, sent from Cairo to a local museum. These two threads aren't just coincidence. As the investigation deepens, it pulls in a cast of characters—from a scholar obsessed with Egypt to a young woman caught in a dangerous family secret—and hints at a hidden group with ancient knowledge.

Why You Should Read It

First off, it's a blast to see a mummy used as a plot device decades before it became a Hollywood cliché. Döring isn't just writing a spooky story; he's playing with the idea of the past violently crashing into the present. The characters feel real in their obsessions and fears. You get the sense of a city both fascinated and terrified by this foreign, ancient power. It's less about curses and more about human greed, secrets, and the shock of the unknown.

Final Verdict

Perfect for readers who enjoy historical fiction with a mystery at its heart, especially fans of early Gothic or detective tales. It's for anyone who thinks classic novels are all slow burns—this one has genuine suspense. You don't need to be an Egyptology expert; you just need a curiosity for the weird stories our ancestors told. A genuinely fun, forgotten piece of pulp from the 1820s.



⚖️ Open Access

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Daniel Wilson
11 months ago

Simply put, the atmosphere created is totally immersive. I couldn't put it down.

5
5 out of 5 (1 User reviews )

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