Die Siedler von Hohenmoor: Ein Buch des Zornes und der Zuversicht by Max Dreyer

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Dreyer, Max, 1862-1946 Dreyer, Max, 1862-1946
German
Have you ever read a book that feels like it's arguing with itself? That's Max Dreyer's 'Die Siedler von Hohenmoor' for you. It's a story about a group of people trying to build a new life in the swampy, unforgiving moorlands. But this isn't just a pioneer's tale. It's a raw, sometimes furious look at the fight between hope and hardship. Dreyer doesn't sugarcoat the mud, the hunger, or the bitter conflicts that arise when dreams crash into reality. Yet, somehow, a stubborn thread of optimism runs through it all. If you want a historical novel that feels honest and emotionally complex, not just a pretty costume drama, give this one a try. It's a forgotten gem that has a lot to say.
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dem es in seiner rührenden Frische und scheuen Menschlichkeit voll ist. Der „Doppelgänger“, mit den dunklen, unheimlichen und unberechenbaren Mächten, die wie ein nächtiges Schattenspiel in dem Dichter lebten, kündete den späteren Dostojewski an: nicht Dostojewski den Idylliker, der nur selten mehr durchbrechen sollte, sondern Dostojewski den Fatalisten und Tragiker. Schon in den „Armen Leuten“ war die ungemeine Psychologie in der Menschenschilderung aufgefallen, aber es war eine Psychologie der Nähe und Innigkeit gewesen. Jetzt, in dem „Doppelgänger“, wurde eine Psychologie des Abgrundes und der Erschütterung daraus, und man ahnte bereits, daß sie zu einer ganzen Weltanschauung und russischen Menschenanschauung auswachsen konnte. – Das Doppelgängerproblem selbst lag in der Zeit. Poe hatte ihm im William Wilson den romantischen Helden gegeben, E. Th. A. Hoffmann in den Elixieren des Teufels aus ihm eine romantische Aventüre gezogen. Dostojewski dagegen – und eben dies kennzeichnete ihn so – brachte dasselbe Problem mit der irren Phantastik zusammen, die das Wirkliche, das Graue, der Alltag besitzen kann, und ließ es in Wahngebilden aus dem kranken Hirn eines Menschen steigen, der äußerlich zunächst nicht anders ist wie Tausende um ihn. M. v. d. B. Arme Leute „Nein, ich danke für diese Märchendichter! Anstatt etwas Nützliches, Angenehmes, Erquickendes zu schreiben, kratzen sie da die kleinsten Kleinigkeiten aus der Erde hervor und schnüffeln überall herum! ... Ich würde Ihnen einfach verbieten, zu schreiben! Zum Beispiel, was soll das: man liest ... unwillkürlich denkt man doch nach, – aber ... aber ... es kommen einem nur alle möglichen Ungereimtheiten in den Kopf. Nein, wirklich, ich würde ihnen verbieten, zu schreiben, ganz einfach und unter allen Umständen: schlankweg verbieten!“ Fürst W. F. Odojewskij. 8. April. Meine unschätzbare Warwara Alexejewna! Gestern war ich glücklich, über alle Maßen glücklich, wie man glücklicher gar nicht sein kann! So haben Sie Eigensinnige doch wenigstens einmal im Leben auf mich gehört! Als ich am Abend, so gegen acht Uhr, erwachte (Sie wissen doch, meine Liebe, daß ich mich nach dem Dienst ein bis zwei Stündchen etwas auszustrecken liebe), da holte ich mir meine Kerze – und wie ich nun gerade mein Papier zurechtgelegt habe und nur noch meine Feder spitze, schaue ich plötzlich ganz unversehens auf – da: wirklich, mein Herz begann zu hüpfen! So haben Sie doch erraten, was ich wollte! Ein Eckchen des Vorhanges an Ihrem Fenster war zurückgeschlagen und an einem Blumentopf mit Balsaminen angesteckt, genau so, wie ich es Ihnen damals anzudeuten versuchte. Dabei schien es mir noch, daß auch Ihr liebes Gesichtchen am Fenster flüchtig auftauchte, daß auch Sie aus Ihrem Zimmerchen nach mir ausschauten, daß Sie gleichfalls an mich dachten! Und wie es mich verdroß, mein Täubchen, daß ich Ihr liebes, reizendes Gesichtchen nicht deutlich sehen konnte! Es hat einmal eine Zeit gegeben, wo auch wir mit klaren Augen sahen, mein Kind. Das Alter ist keine Freude, meine Liebe. Auch jetzt ist es wieder so, als flimmerte mir alles vor den Augen. Arbeitet man abends noch ein bißchen, schreibt man noch etwas, so sind die Augen am nächsten Morgen gleich rot und tränen so, daß man sich vor fremden Leuten fast schämen muß. Aber doch sah ich im Geiste gleich Ihr Lächeln, mein Kind, Ihr gutes, freundliches Lächeln, und in meinem Herzen hatte ich ganz dieselbe Empfindung, wie damals, als ich Sie einmal küßte, Warinka – erinnern Sie sich noch, Engelchen? Wissen Sie, mein Täubchen, es schien mir sogar, als ob Sie mir mit dem Finger drohten. War es so, Sie Unart? Das müssen Sie mir unbedingt ausführlich erzählen, wenn Sie mir wieder einmal schreiben. Nun, wie finden Sie denn unseren Einfall, ich meine, das mit Ihrem Fenstervorhang, Warinka? Gar...

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Max Dreyer’s 1909 novel is a time capsule of German ambition and struggle. It’s set in a specific historical moment, but the feelings it digs up are timeless.

The Story

The book follows a community of settlers in the 18th century, tasked with draining and cultivating the harsh, swampy land of Hohenmoor. They face relentless nature—floods, poor soil, disease—and the even more relentless bureaucracy and social pressures from the world they left behind. The central drama isn't a single villain, but the slow grind of disappointment, the clash of personalities under stress, and the question of whether their collective dream is worth the immense personal cost.

Why You Should Read It

What grabbed me was the book’s honesty. Dreyer lets his characters be flawed, petty, and wonderfully resilient all at once. You feel the cold seep into their bones and the frustration when a dike breaks. The ‘anger’ in the subtitle is real; it’s the anger of betrayal, of unfairness, of backbreaking work for little reward. But the ‘hope’ is just as real. It’s in the small victories, a shared meal after a harvest, a child’s laughter in a new home. It’s a messy, human portrait of building something from nothing.

Final Verdict

This is a book for readers who love character-driven historical fiction. Think of it as a grittier, European cousin to some American pioneer stories. It’s perfect for anyone interested in social history, community dynamics, or stories about resilience. If you only like fast-paced plots with clear heroes, this might feel slow. But if you enjoy sinking into a well-drawn world and wrestling with big questions alongside the characters, Die Siedler von Hohenmoor is a profoundly satisfying read.



🔓 License Information

The copyright for this book has expired, making it public property. Thank you for supporting open literature.

Richard Miller
1 week ago

Simply put, the clarity of the writing makes this accessible. Exactly what I needed.

Elijah White
1 year ago

Amazing book.

Michael Sanchez
1 year ago

From the very first page, the flow of the text seems very fluid. Worth every second.

Oliver Wright
11 months ago

Simply put, it manages to explain difficult concepts in plain English. Absolutely essential reading.

4.5
4.5 out of 5 (4 User reviews )

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