Sämtliche Werke 17 : Onkelchens Traum und andere Humoresken by Fyodor Dostoyevsky

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Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881 Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881
German
Ever wondered what happens when Dostoyevsky decides to write comedy? This collection is your answer. It's like discovering your favorite serious musician secretly recorded a hilarious punk album. The title story 'Uncle's Dream' follows a scheming mother trying to marry her daughter to a wealthy, senile old prince by convincing him their encounter was just a dream. The whole town gets involved in this absurd plot, creating a perfect storm of gossip, ambition, and pure foolishness. It’s a wild, witty ride through provincial Russian life, proving the master of existential dread also had a killer funny bone.
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politisch-gesellschaftlich-allgemeinrussische Satire aus dem Jahre 1864. Sie wurde wegen ihres humoristischen Untertones in diesen Band mit eingestellt. E. K. R. Onkelchens Traum Aus den Mordassoffschen Chroniken I. Marja Alexandrowna Moskalewa ist natürlich die erste Dame in Mordassoff – darüber kann kein Zweifel bestehen. Sie benimmt sich, als kümmere sie sich um keinen Einzigen: im Gegenteil, als wären alle nur von ihr allein abhängig. Freilich wird sie infolgedessen auch von keinem Menschen geliebt. Freilich hassen sie deshalb sogar sehr viele von ganzem Herzen. Aber dafür wird sie von allen gefürchtet – und das ist es, was sie gerade nötig hat. Ein solches Bedürfnis jedoch ist, meine ich, ein Beweis hoher politischer Begabung. Wie kommt es zum Beispiel, daß Marja Alexandrowna, die den Klatsch über alles liebt und eine ganze Nacht nicht schläft, wenn sie vorher nicht etwas Neues erfahren hat: wie kommt es, frage ich, daß sie sich bei alledem so zu benehmen weiß, daß bei ihrem Anblick kein Mensch vermuten kann, in dieser imposanten Dame die erste Klatschbase der Welt oder zum mindesten doch Mordassoffs vor sich zu haben? O, ganz im Gegenteil: man ist überzeugt, daß ihre bloße Anwesenheit jeden Klatsch verbannen muß, daß etwaige Hinterbringer erröten und wie Schulbuben vor dem Herrn Lehrer erzittern werden und kein anderes Gespräch mit ihr möglich ist, als eines über die höchsten Themata. Sie weiß z. B. von manchen Mordassower Honoratioren so kapitale und skandalöse Dinge, daß, wenn sie sie bei Gelegenheit erzählen und so beweisen würde, wie nur sie allein Ähnliches zu beweisen versteht, in Mordassoff sich ganz sicherlich das Erdbeben von Lissabon wiederholen würde. Indessen ist sie aber sehr verschwiegen, was diese Dinge anbetrifft, und erzählt sie höchstens, im äußersten Fall, Freundinnen. Sie erschreckt nur den Betreffenden, deutet an, daß sie wisse, und zieht es vor, den Herrn oder die Dame in ewiger Angst zu erhalten, anstatt sie endgültig zu vernichten. Das ist Klugheit, das nennt man Taktik! Marja Alexandrowna zeichnet sich unter uns durch ihr einwandsloses ^Comme-il-faut^ aus, das alle sich zum Vorbild nehmen. In dieser Beziehung hat sie keine Rivalin in Mordassoff. Sie versteht zum Beispiel, ihre Gegnerin mit irgend einem einzigen Wort zu zerschmettern, zu vernichten, zu töten; währenddessen aber tut sie, als hätte sie überhaupt nicht bemerkt, daß sie das betreffende Wort ausgesprochen. Bekanntlich ist dieser Zug nur der allerhöchsten Gesellschaft eigentümlich. Kurz, in allen ähnlichen Taktfragen hätte sie sogar einen Pinelli[1] glänzend besiegt. Verbindungen hatte sie unzählige. Viele, die Mordassoff besuchten, stiegen bei ihr ab, waren begeistert von ihrem Empfang und korrespondierten nachher noch lange mit der freundlichen Gastgeberin. Einer ihrer Gäste hatte ihr Andenken in einem Gedicht verewigt, das Marja Alexandrowna stolz jedem neuen Gaste zeigte. Ein durchreisender Literat hatte ihr sogar eine Novelle gewidmet, die er auf einer Abendgesellschaft bei ihr vorlas, was einen äußerst angenehmen und guten Eindruck machte. Und ein deutscher Gelehrter aus Karlsruhe, der uns absichtlich mit seinem Besuch beehrte, um hierselbst eine besondere Würmerart mit Hörnern, die es nur in unserem Gouvernement gibt, zu erforschen, und der über diesen Wurm vier Bände in Quart geschrieben hat, war von dem Empfang und der Liebenswürdigkeit Marja Alexandrownas dermaßen entzückt, daß er noch jetzt hochehrerbietige Briefe aus der Stadt Karlsruhe an sie schreibt, die sie dann natürlich nicht unbeantwortet läßt. Marja Alexandrowna wurde in gewisser Beziehung sogar mit Napoleon verglichen – dem Ersten. Versteht sich – nur im Scherz und von ihren Feinden, mehr um der Karikatur als um der Wahrheit willen. Dessen ungeachtet – und obschon ich die ganze Seltsamkeit eines solchen Vergleiches anerkenne, wage ich es doch, eine ganz unschuldige Frage zu stellen: weshalb – bitte, mir darauf zu antworten...

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Okay, let's get this straight: this is not Crime and Punishment. Put away your notebook on moral philosophy. 'Sämtliche Werke 17' collects Dostoyevsky's early, often overlooked humorous sketches and stories, with the novella 'Uncle's Dream' as the centerpiece. It's a side of the author you rarely get to see.

The Story

In a sleepy provincial town, a social-climbing mother, Maria Alexandrovna, sees her golden ticket: the wealthy, ancient, and slightly senile Prince K. arrives for a visit. She hatches a plan to marry her beautiful daughter, Zina, to him. After a chaotic evening where the prince proposes, Maria convinces him the whole thing was just a vivid dream. What follows is a hilarious mess as the rumor spreads, the prince's scheming nephew shows up, and the entire town's social ambitions and petty jealousies collide. It's a comedy of errors fueled by greed and gossip.

Why You Should Read It

Reading this feels like being let in on a secret. You see the genius of Dostoyevsky's character observation, but it's aimed at human vanity instead of human suffering. His satire is sharp but never mean. You recognize these people—the busybody, the status-obsessed parent, the naive old man. It’s incredibly fun to watch the master of the human psyche apply his skills to something so light and absurd. It makes his heavier works feel even more profound.

Final Verdict

This is for anyone who loves classic literature but wants a break from the intensity. It's perfect for short story fans, for readers curious about an author's 'lesser' works, and honestly, for anyone who needs a good, smart laugh. Think of it as a palate cleanser that still has all the nutritional value of a great writer.



✅ Copyright Free

This book is widely considered to be in the public domain. Distribute this work to help spread literacy.

Ashley Harris
1 year ago

I have to admit, the content flows smoothly from one chapter to the next. Definitely a 5-star read.

Margaret Lewis
1 year ago

Without a doubt, it creates a vivid world that you simply do not want to leave. I would gladly recommend this title.

Karen Martin
7 months ago

Simply put, it provides a comprehensive overview perfect for everyone. Definitely a 5-star read.

Margaret White
7 months ago

Enjoyed every page.

Emma King
1 year ago

The layout is very easy on the eyes.

4.5
4.5 out of 5 (8 User reviews )

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