Sämtliche Werke 20 : Aus dem Dunkel der Großstadt : Acht Novellen by Dostoyevsky

(4 User reviews)   2625
Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881 Dostoyevsky, Fyodor, 1821-1881
German
Hey, have you ever walked through a city at night and felt the weight of all the hidden stories around you? Dostoyevsky captures that exact feeling in this collection. Forget sweeping historical dramas—this book is about the cramped apartments, shadowy taverns, and desperate schemes of St. Petersburg's forgotten people. It's like he takes you by the elbow and leads you down back alleys to meet characters who are one bad decision away from ruin. The real mystery isn't a whodunit, but how these broken souls will find a shred of light, or if they even can. It's intense, intimate, and surprisingly modern.
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Dostojewski. Beide wuchsen durch ihn zu monumentalen Erscheinungen aus. Der eine, indem er die ganze robuste Volks- und Urkraft in sich aufspeicherte, die im flachen Lande, im Leben des russischen Bauern und des russischen Landadels liegt, und die er dann in seinen Romanen in Kapiteln vorführte, die fast die Ruhe und den Fluß homerischer Gesänge hatten. Und der andere, indem er all das Fieber aufnahm, das von der Stadt Peters des Großen aufstieg, und all das Grauen und den Wahnsinn, all den Schmerz und das Elend versammelte, die das Leben ihrer neuen Menschen erfüllen. Monumentalität ist immer in irgend einer Weise Überpersönlichkeit, ist Ausdruck nicht so sehr des einzelnen Dichters, als Ausdruck des massiven Lebens der Vielen, der Menge, des ganzen Volkes, oder doch eines bestimmten und immer eines beträchtlichen Teiles desselben. Die Monumentalität Tolstois wie Dostojewskis ist von dieser Art. Nur das ist der Unterschied, daß die Monumentalität der Natur, vor der wir bei Tolstoi stehen, im Grunde wieder die alte, große, ewige ist, während die Monumentalität der Großstadt, die Dostojewski erreichte, ein Neues, Kühnes, Unerhörtes war. Wir wußten bereits, daß die ewigen Wahrheiten starker und gesunder Liebe monumental gestaltet werden konnten, die großen Verhältnisse von Herr und Knecht, die von allen Zeiten gelten, die schlichten einfachen Daseinsbeziehungen schlichter einfacher Menschen, die so riesig wirken, weil sie das gerade herausgegriffene Beispiel von Millionen sind. Aber wir wußten noch nicht, daß auch aus dem modernen Leben, all seinen ungewohnten Verhältnissen, absonderlichen Menschen, seltsamen Schicksalen, all seinen ungeahnten Tragödien und unheimlichen Problemen diese gewaltigen Wirklichkeitsfresken zu malen waren. Eine Monumentalität der modernen Großstadtdichtung: die gibt es erst von Dostojewski an. * * * * * Wohl haben auch die Dichter anderer Länder die Großstadt geschildert. Man könnte vor allem an Amerika denken, wo sich der Übergang von dem patriarchalischen Leben, das dort die Kolonisten führten, zur modernen Zivilisation, wenn auch im Einzelnen natürlich unter ganz anderen Lebenserscheinungen, ähnlich rapid vollzog wie in Rußland. Doch die amerikanischen Großstädte, die in ihrer kalten Klarheit der Anlage und bei dem ungeheuren Raum, der für ihre noch immer weitere Ausdehnung vorhanden ist, immer mehr ins Riesenhafte wachsen, scheinen nicht von einer schildernden, sondern nur von einer peripherischen, fast möchte man sagen einer geographischen Phantasie erfaßt werden zu können. Deshalb näherte sich ihnen Walt Whitman nur von Ferne, wie ein greiser Seher, der die Hand über die Augen hob und die Stätte der Menschen schaute. Weit, weit am Horizont liegen bei ihm Boston und Newyork, dazu unter indianischem Namen, obwohl gerade Walt Whitman sonst das moderne Wort nicht scheut, und nur selten führt er, wenn er die Städte auch liebt und preist, bis hin in ihre Straßen. Poe dagegen, der in diesen Städten leben mußte, ging an ihnen zu Grunde, als der einzelne Schwärmer, der ihrem Leben nicht gewachsen war. Doch hat gerade Poe einmal, im „Mann der Menge“, den Geist der Großstadt symbolisch gefaßt wie ein wandelndes Gespenst und eine Geschichte aus ihr gebildet, die ihr mächtiger Ausdruck sein wird, solange es eine Großstadt gibt. Nur war Poe deshalb noch nicht monumental in dem Sinne, wie es Dostojewski, der Großstadtschilderer, ist. Zwar könnte man schon, im Vergleiche des Menschlichen, in Walt Whitman einen amerikanischen Tolstoi und in Poe einen amerikanischen Dostojewski sehen. Auch Poe ist der Mensch, der unter der Großstadt leidet, obwohl er beinahe nur in _ihr_ leben kann, der Mensch der nervösen, tragischen, kataleptischen Seele. Aber künstlerisch fehlt doch jene Allgemeingültigkeit, die Dostojewski so groß macht, seine Erscheinung bleibt problematisch und statt Schilderung ist alles Bekenntnis. Hinzukommt, daß Poe den Großstadtmenschen fast durchweg romantisch verkleidete. Seine Novellen sind wie Träume eines Mannes, der...

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This isn't one big story, but eight separate windows into the same troubled city. You'll meet a poor clerk whose pride is his only possession, a student wrestling with a dangerous new idea, and a host of others living on society's edges. There's rarely a grand villain; the enemy is often poverty, shame, or a mind turning in on itself. The plots are tight and personal, focusing on a single, defining crisis in each character's life.

Why You Should Read It

What shocked me is how current these 19th-century stories feel. Dostoyevsky isn't just describing poverty; he's showing us the psychological toll it takes. You get inside people's heads as they justify terrible choices or cling to wild hopes. His characters aren't saints or monsters—they're painfully human, and you'll find yourself understanding them even when you don't agree. It’s a masterclass in empathy, asking what any of us might become under enough pressure.

Final Verdict

Perfect for readers who love character-driven stories that stick with you. If you enjoy morally complex films or novels about urban life, you'll find a kindred spirit in Dostoyevsky. It's also a great, less daunting entry point to his work than his massive novels. Just be ready—these aren't cozy stories. They're raw, brilliant, and will make you look at the strangers around you a little differently.



📢 Legacy Content

There are no legal restrictions on this material. Thank you for supporting open literature.

Andrew Davis
1 year ago

Finally found time to read this!

George Young
5 months ago

Great digital experience compared to other versions.

Michelle Wilson
1 year ago

From the very first page, the pacing is just right, keeping you engaged. Highly recommended.

Elizabeth Thompson
11 months ago

I came across this while browsing and the storytelling feels authentic and emotionally grounded. A true masterpiece.

5
5 out of 5 (4 User reviews )

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