Die Mumie von Rotterdam. Zweiter Theil by Georg Döring

(0 User reviews)   2605
Döring, Georg, 1789-1833 Döring, Georg, 1789-1833
German
Okay, so you thought the mummy's curse was over? Think again. In this wild 19th-century sequel, the ancient horror from Rotterdam isn't just a dusty artifact anymore—it's walking the streets. We're back with our heroes (or maybe fools) who thought they'd solved everything, only to find the real nightmare is just beginning. It's less about archaeology and more about pure, gothic survival. If you like your historical fiction with a heavy dose of chills, secret societies, and characters running for their lives through foggy European cities, this is your next read. It’s fast, it’s fun, and it doesn’t let up.
Share

Read "Die Mumie von Rotterdam. Zweiter Theil by Georg Döring" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

tausend Jahren bewährt hat, kann uns wohl auch zum Frommen gereichen. Haben wir doch jetzt Ferienzeit, Geld im Sacke und sind der Aufsicht des lästigen Professors entledigt. Mag er seine egyptische Gelehrsamkeit auskramen, wo er will, uns soll das freie Leben behagen und wenn wir in dieser Zeit den Musen opfern, so müssen es holländische seyn im Spitzenhäubchen und Silbermieder!« »_Cadédis!_« rief sein Freund. »Das heißt weise gesprochen. Wir wollen deine Lebensphilosophie so lange in's Praktische übersetzen, wie es unsere Gelder aushalten. Aber die Hauptsache ist, daß wir erst wissen, wo der Wind die =Amasia= hingeweht hat, die wir aufsuchen sollen. Ist es zu Lande, so führen wir in unsern Börsen Alles, was wir bedürfen; ist es aber zu Wasser, so müssen wir reichlich für die nothwendigsten Lebensmittel sorgen: als da sind geräucherte Würste, Wildpret, Austern, Mandeln, Rosinen und Zucker; dann jene Getränke, deren wir durchaus bedürfen, um Jugend und Leben zu conserviren: den belebenden Genever, den kräftigen Rhum, den beruhigenden Burgunder und das treffliche Bier aus Löwen, dem man mit Recht den königlichen Namen des Pharao gegeben hat.« »Nimm dich in Acht!« ermahnte =La Paix= und zeigte mit der erhobenen Hand nach einem Manne in der Kleidung eines gemeinen Schiffers, der schlafend so hart am Rande des Havenbassins lag, daß er bei der geringsten Bewegung hinabfallen konnte. »Nimm dir ein Beispiel an dem Burschen! Der scheint auch dem hold belebenden Genever so lange zugesprochen zu haben, bis er den Gang am Havenbassin für seine Hangematte angesehen und sich unbekümmert hingelegt hat zum Schlafe, aus dem ihn ein unruhiger Traum in den ewigen befördern kann. Komm her, =Le Vaillant=! Wir wollen ein gutes Werk thun! Nimm du den Schläfer bei den Schultern, ich nehme ihn an den Füßen. Da legen wir ihn zur Seite, mit dem Kopfe auf die Wollsäcke dort, und wir können so uns einbilden, ein Menschenleben gerettet zu haben.« =Le Vaillant= griff sogleich zu. Aber er that dieses so derb, daß der Seemann, während sie ihn nach dem von =La Paix= bezeichneten Platze trugen, halb erwachte und, ihr Benehmen mißverstehend, heftig mit den Fäusten um sich schlug. »Seyd Ihr es, Myn Heer =Cornelius van Daalen=?« rief er, ohne die Augen zu öffnen, mit lallender Zunge und noch von der Macht des betäubenden Wachholderrausches befangen. »Soll ich Euch noch einmal an Bord der =Syrene= führen, wie ich in dieser Nacht gethan, mit der schönen Jungfer, die sich so gar innig an Euch schmiegte! Kommt nur her! Die Brücke liegt. Gleich sind wir drüben, wo Capitän =Jansen= Euch erwartet.« »Bei allen Reichthümern der Gascogne!« rief =Le Vaillant=, indem er den verstummenden Trunkenbold ziemlich unsanft auf die Wollsäcke hinwarf. »Jetzt wirst du dich doch überzeugen, daß der Wachholder gar kein zu verachtendes Getränk ist, denn er lös't die Zungen und öffnet die Herzen. Er ist uns der Compaß geworden, nach dem wir unsere Fahrt regeln können. Aber der Bursch muß noch mehr reden! Ich will ihn mit meiner Degenspitze kitzeln, bis er munter genug geworden ist, um die ganze Entführungsgeschichte ausführlich zu erzählen.« »Bist du rasend?« sagte =La Paix= und hielt den Unbesonnenen zurück, der schon den Degen halb entblößt hatte. »Siehst du dort die stämmigen Bursche herumschlendern, seine Freunde und Cameraden, die jetzt gerade ein müßiges Stündchen hätten, um es bei der geringsten Gewaltthätigkeit gegen ihn, mit einer gymnastischen Uebung auszufüllen, die uns übel bekommen dürfte? Sieh, wie sie schon argwöhnisch ihre Blicke auf uns richten! Wir müssen die Sache anders anfangen. Wir wissen nun schon genug, um in wenigen Augenblicken ganz im Reinen seyn zu können. Laß mich nur machen! Jene selbst sollen uns das Uebrige sagen, aber...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

Picking up right where the first book left off, Die Mumie von Rotterdam. Zweiter Theil throws any sense of safety out the window. The mummy is active, and its influence is spreading like a plague through the city. Our main characters, hoping they had contained the threat, are forced back into a desperate chase. They’re not just investigating history now; they’re trying to stop a very present and physical evil. The story moves from shadowy crypts to the bustling, gas-lit avenues of Rotterdam, creating a fantastic contrast between the modern world and the ancient terror disrupting it.

Why You Should Read It

Döring’s strength here is momentum. This isn't a slow-burn mystery; it’s a full-on gothic thriller. You can feel the 19th-century fascination with Egypt and the occult, but it’s filtered through a genuinely suspenseful plot. The characters are in constant peril, which makes it a real page-turner. It’s also fascinating as a historical artifact itself—a glimpse into what scared and entertained readers nearly 200 years ago. The themes of obsession and the past violently invading the present feel surprisingly fresh.

Final Verdict

This is a perfect pick for anyone who enjoys classic gothic horror but wishes it had a faster pace. Fans of penny dreadfuls, old Universal monster movies, or even modern adventure-horror will find a lot to love here. It’s a direct, pulpy sequel that doubles down on the action and atmosphere of the first book. Just be ready for a cliffhanger—these 19th-century authors knew how to keep you coming back for more.



🏛️ Copyright Status

This is a copyright-free edition. Enjoy reading and sharing without restrictions.

There are no reviews for this eBook.

0
0 out of 5 (0 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks