Frauen by Kasimir Edschmid

(2 User reviews)   2841
By Isabella Wilson Posted on Nov 15, 2025
In Category - Pets & Care
Edschmid, Kasimir, 1890-1966 Edschmid, Kasimir, 1890-1966
German
Hey, have you heard about this book called 'Frauen'? It's not your typical love story collection. Written in 1919 by Kasimir Edschmid, it's a raw, almost brutal look at how men see women in the chaotic aftermath of World War I. Forget romantic ideals. This is about obsession, power, and the desperate search for connection in a broken world. It's short, intense, and feels shockingly modern for something written over a century ago. If you're into character studies that don't pull punches, you need to check this out.
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deutlich, die in allen russischen Revolutionen irgendwie wiederkehrt. Der religiöse Nihilismus wurde allmählich zum politischen Nihilismus. Als Peter erschien und um weltlicher Reformen willen die Kirche dem Staate unterwarf, da sah man den Antichrist auch in ihm, dem Zaren. Ja, schon wagten die Raskolniki in ihrem Kampfe gegen die Kirche auch den Kampf gegen den Staat. Sie erfuhren Zuzug aus allen Kreisen, die in Reibung mit der Obrigkeit lagen. Im Raskol sammelten sich die Unzufriedenen des Landes. Es kam, wer ein schlechtes Gewissen hatte. Es kam der Beamte, der veruntreut, und der Bauer, der aufbegehrt hatte. Es kam der Soldat, der seiner Truppe entlaufen war. Es kamen Strelitzen, denen dem Blutgerichte von Moskau zu entrinnen gelang. Es kamen kosakische Freibeuter, aber auch ukrainische Patrioten, Leute aus der Anhängerschaft schon des Stenka Rasin und wieder des Mazeppa. Es kamen die Barfüßler. Es kamen Verbrecher. Es kamen Mörder, Räuber und Diebe, sie alle, denen der Kettenweg nach Sibirien drohte. Sie alle kamen und wurden hier Brüder vom Gesindel, doch Brüder in Freiheit. Die Form dieser Brüderschaft war noch nicht die der Verschwörung. Aber die Taktik der Nihilisten kündigte sich schon unter den Sektierern an. Geheime Beziehungen wurden zwischen den Gemeinden unterhalten, wie hernach zwischen den »Gruppen«. Verfolgte wurden verborgen, falsche Pässe wurden ausgefertigt, und wie man später Proklamationen zusteckte, so wurden damals Hostien, Reliquien und verbotene Postillen geschmuggelt. In den geläuterten Brüderschaften der Stundisten, der Molokanen oder der Duchoborzen, deren Anhänger sich um ein ausgeklügeltes Sonderideechen zu sammeln pflegten, wurde dieser religiöse Nihilismus schließlich ganz brav, ehrbar und pietistisch-tugendhaft. Aber auch von ihnen, freilich auch von den Popenfamilien, in denen auf den orthodoxen Vater der problematische Sohn folgte, ging die nihilistische Unterschichtung des russischen Volkes weiter aus. Noch Raskolnikoff, in dessen Hirn statt der harmlosen Beunruhigung, wie man den Namen des Heilandes richtig zu schreiben habe, die gefährliche Frage nach Gut und Böse wühlte, trug von den Raskolniki den Familiennamen und gehörte ihnen nicht nur nach der Abstammung sondern auch in der Anlage an. Der Dämon des Nihilismus war in einer noch mittelalterlichen Zeit wie ein unheimliches Tier gewesen. In der Zeit der Dekabristen sah man ihn in byronischer Gestalt unter jungen Enthusiasten umgehen. Die Dekabristen waren entzückte Jünglinge, die von der französischen Revolution freisinnige Begriffe gelernt und aus den europäischen Feldzügen fortschrittliche Vorstellungen mitgebracht hatten. Von ein paar idealen Forderungen, Aufhebung der Zensur und Öffentlichkeit des Gerichts, erhofften sie eine Besserung der schlechten russischen Welt. Aber sie hatten keine bestimmte politische Idee. Daran scheiterten sie. Die jungen Politiker und radikalen Ideologen der vierziger Jahre dagegen kamen in Debattierklubs zusammen. Alle ernsten Elemente, die suchten, die sich vorwärtstasteten, freilich auch alle, die in die Irre gingen, sammelten sich in diesen Debattierklubs, deren einer unter dem Namen der Petraschewzen deshalb berühmt geworden ist, weil Dostojewski in die Geschichte der Verschwörung verwickelt wurde, die man seinen Mitgliedern anhing. Dostojewski meinte diese Zeit der Unruhe in Rußland, des Übergangs und der Ungewißheit, als er schrieb: »damals gab es unter den jungen Leuten sehr, sehr viele, die von irgend etwas durchdrungen waren, die irgend etwas erwarteten ...« Aber auch die Petraschewzen hatten noch keine bestimmte politische oder soziale Idee. Sie beschäftigten sich nur mit Ideen. Sie lasen die Bücher von Saint-Simon und Proudhon, von Owen und Fourier. Sie bezogen die »Phalanstère«. Doch eine Einheitlichkeit der Tendenz gab es in diesen Debattierklubs nicht. Unter die Einheitlichkeit eines Programms hätte man die Petraschewzen nicht bringen können. Und für eine Einheitlichkeit der Aktion fehlte jede Voraussetzung. In seinem Rechtfertigungsschreiben merkte Dostojewski an: »man kann sagen, daß man dort nicht drei Menschen fand, die in irgendeinem Punkte über ein beliebig...

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Kasimir Edschmid's Frauen (Women) is a collection of five novellas that hit like a punch to the gut. Published in 1919, it captures the disoriented, shell-shocked spirit of Germany right after the Great War.

The Story

There isn't one single plot. Instead, we get five separate stories, each focusing on a different man and his turbulent relationship with a woman. These aren't sweet romances. One man is consumed by a violent, jealous passion for a dancer. Another tries to control and possess a woman like she's a piece of art. The stories are less about the women themselves and more about the men's twisted, often destructive, perceptions of them. It's a parade of obsession, loneliness, and the struggle to feel anything real in a world that's lost its meaning.

Why You Should Read It

What grabbed me was how current it feels. Edschmid was a key figure in German Expressionism, and you can feel it in every sentence—the emotions are huge, the colors are vivid, and the psychological tension is relentless. It's a fascinating, uncomfortable window into the male psyche of that era. The writing is sharp and immersive, pulling you right into these characters' chaotic inner worlds. It's not a comfortable read, but it's a powerful one.

Final Verdict

Perfect for readers who love intense character studies and historical fiction that doesn't feel like a history lesson. If you're interested in the roots of modern psychological storytelling or just want a short, impactful book that will stick with you, give Frauen a try. Just don't expect a happy ending.



📚 Free to Use

This digital edition is based on a public domain text. Thank you for supporting open literature.

Elijah Robinson
1 year ago

A must-have for anyone studying this subject.

James Lewis
11 months ago

I was skeptical at first, but the pacing is just right, keeping you engaged. Exactly what I needed.

4
4 out of 5 (2 User reviews )

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