Reise über Indien und China nach Japan. by Freiherr von und zu Richard Eisenstein

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Eisenstein, Richard, Freiherr von und zu, 1837-1913 Eisenstein, Richard, Freiherr von und zu, 1837-1913
German
Hey, I just finished this incredible travelogue from the 1800s that feels like a time machine. Imagine a German nobleman, Richard Eisenstein, packing his bags in 1870 and heading east with no smartphones or guidebooks. This isn't just a list of places—it's his raw, unfiltered experience of cultures that were complete mysteries to most Europeans. You get his wonder at the chaos of Indian markets, his confusion with Chinese customs, and his shock at Japan's sudden modernization. The real hook? Watching this privileged outsider try to make sense of a world turned upside down, wrestling with his own prejudices along the way. It’s a personal diary that accidentally captures a planet in massive change.
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grossen Geldmitteln der Verwirklichung zugeführt werden kann. Als in mir selbst, angeregt durch das eingehende Studium der höchst interessanten und sehr lehrreichen Reisebeschreibung Sr. k. u. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Franz Ferdinand, der Wunsch immer lebhafter wurde, mir auch einmal die grosse weite Welt etwas anzusehen, so entschloss ich mich endlich nach reiflicher Erwägung, ungeachtet meines vorgerückten Alters, dennoch diesen meinen Herzenswunsch thatsächlich durchzuführen. Und wie sehr belohnten mich die Fülle von schönen, unvergesslichen Eindrücken, sowie die Menge von werthvollen Erfahrungen, die ich auf meiner Reise gesammelt habe, für einen Entschluss, den ich späterhin auch keinen Augenblick zu bereuen Ursache hatte! Da ich während meiner Reise immer mehr zur Einsicht gelangte, dass dem intelligenten und bemittelten Theil der Bevölkerung unserer Monarchie durch die Scheu vor weitgehenden Reisen und Unternehmungen namhafte Vortheile entgehen, so entschloss ich mich nach meiner Rückkehr in die Heimat, die täglichen Aufzeichnungen und Erörterungen zusammenzustellen und meinen Landsleuten zu dem Zwecke zu übergeben, um in ihnen die Lust zu Weltreisen zu wecken, um darzuthun, dass die Scheu vor einer Gefahr, auf Dampfschiffen zu fahren, in der Jetztzeit ebenso unberechtigt ist, als dieselbe vor einem halben Säculum nicht motivirt war gegen die Fahrt auf den Eisenbahnen, um nachzuweisen, dass die Auslagen für die Reise, speciell bei der Benützung der Dampfschiffe des Oesterreichischen Lloyd, nicht so gross sind, als allgemein angenommen wird, und endlich um die Aufklärung zu geben, dass Jenen, welche eine solche Reise machen, bedeutende Vortheile in physischer und psychischer Richtung erwachsen, und dass ihnen gegebenen Falles auch materielle Gewinne zufallen werden. Was auch der gegenwärtigen Veröffentlichung zur Erreichung des vorgesteckten Zieles fehlen mag, den einen Vortheil wird sie dem Leser unbedingt bieten können, dass die Schilderungen der Erlebnisse und Eindrücke wahrheitsgetreu sind, und dass das Streben vorherrschte, die praktischen Reise-Erfahrungen bestens zu verwerthen. Vorbereitung für die Reise. Vorerst verschaffte ich mir von der commerziellen Direction der Dampfschiffahrts-Gesellschaft des Oesterreichischen Lloyd in Triest, sowie von der Lloydagentie in Wien, I., Freisingergasse, den Fahrplan, die Informationen für Reisen und ein wohl veraltetes, aber noch brauchbares illustrirtes Handbuch für die Fahrten mit unserem Lloyd. Laut des Fahrplanes fahren am 23. jeden Monates die gewöhnlichen, nach Japan verkehrenden Dampfschiffe von Triest ab, verweilen in Port Said, Suez, Aden und Karachi je circa einen Tag, in Bombay sieben Tage, dann in Colombo, Penang und Singapore je ungefähr einen Tag, ferner in Hongkong und Shanghai je zwei bis drei Tage und landen endlich nach beiläufig zwei Monaten in Kobe in Japan. Auf diesen gewöhnlichen Dampfschiffen fallen die erste und zweite Classe zusammen, wobei den Passagieren dieser vereinten Classen der Anspruch auf eine Cabine mit zwei Betten für zwei Personen zusteht, sowie dies bei den fremdländischen Dampfschiffen auch für Passagiere erster Classe der Fall ist. Ferner haben die Reisenden der vereinten ersten und zweiten Classe auf den Lloydschiffen die Berechtigung, die Salons, das ganze Schiffsdeck und die Badecabinen zu benützen, und werden ihnen tagsüber fünf Mahlzeiten servirt, und zwar: von 6-8 Uhr Früh Kaffee oder Thee mit Brot, um 9 Uhr Thee, Eier, eine warme Speise und Obst, um 1 Uhr eine kalte und eine warme Speise und Käse, um 6½ Uhr Suppe, zwei warme Gerichte, Salat, Cürrie mit Reis, Mehlspeise, Käse, Obst und Kaffee und endlich um 9 Uhr Abends Thee, Brot und Butter. An Bagage ist ein Metercentner frei, für jeden weiteren Metercentner ist für die Strecke von Triest bis Kobe 9 Goldgulden oder 10 fl. 80 kr. ö. W. zu zahlen. Von der Bagage kommen die kleinen Gepäcksstücke in die Cabine, die grossen dagegen gelangen in den Laderaum. Der gewöhnliche Fahrpreis für die erste und zweite Classe von...

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This book is Baron Richard Eisenstein's personal diary from a huge trip he took across Asia in the late 19th century. He starts in the bustling British Raj of India, moves through the ancient and seemingly closed empire of China, and finally arrives in a Japan that is frantically trying to modernize after centuries of isolation. We see everything through his eyes: the landscapes, the people, the food (which he often finds strange), and the complex politics of colonialism he's both a part of and an observer of.

Why You Should Read It

What makes this special is Eisenstein's voice. He's not a perfect hero; he's a man of his time, sometimes arrogant or baffled. But he's also genuinely curious. Reading his honest reactions—the good, the bad, and the ugly—is far more revealing than a dry history. You feel the overwhelming sensory overload of Calcutta, the rigid formality of Peking, and the electric, chaotic energy of a Tokyo building railroads and factories overnight. It’s like being right beside him, trying to puzzle it all out.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves real adventure stories or is fascinated by the moment when the 'old world' met the 'modern' world. If you enjoy first-hand accounts that don't sugarcoat the past, and you're okay with a narrator who isn't always politically correct by our standards, you'll find this absolutely gripping. It's history without the lecture, full of unforgettable scenes and personal struggle.



⚖️ No Rights Reserved

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Jackson Jones
5 months ago

I had low expectations initially, however it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Truly inspiring.

Ethan Thomas
1 year ago

Enjoyed every page.

Joshua Perez
2 weeks ago

Finally a version with clear text and no errors.

Emma Perez
7 months ago

To be perfectly clear, the narrative structure is incredibly compelling. Highly recommended.

Ava Perez
9 months ago

As someone who reads a lot, the pacing is just right, keeping you engaged. Exceeded all my expectations.

5
5 out of 5 (5 User reviews )

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